Aushilfen gesucht

Für ein Lächeln gibt es oft ein Trinkgeld extra

Markus Kärst und viele seiner Kollegen suchen dringend nach Aushilfen.
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Markus Kärst und viele seiner Kollegen suchen dringend nach Aushilfen.
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Geld verdienen, wenn andere feiern gehen: Ohne Aushilfen geht es in der Gastronomie meist nicht.

Von Axel Richter

Remscheid. Markus Kärst fehlen Aushilfen in Küche und Service. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die spülen und solche, die kellnern“, sagt der Küchenchef im Hotel Restaurant Kromberg. Und solche natürlich, die bei Firmenfeiern, Hochzeiten und anderen großen Events mit anpacken, denn da gibt es viel zu tragen. Stehen solche Partys mit einigen Tausend Essen an, ist die Gaststube in Lüttringhausen auch schon mal für Tage geschlossen. Und nicht nur sie.

Vor Corona war das anders. Wer studierte oder in der Ausbildung steckte, der kellnerte nebenbei in Kneipen und Gaststätten. Viele junge Menschen verdienten sich damit das Geld für die Miete für die erste eigene Bude und freuten sich über das Trinkgeld, das vor allem die Stammgäste springen ließen. Doch das war einmal. Heute fragen sich viele Wirte und Küchenchefs, wie sie es noch schaffen sollen, die Menge an Gästen zu bedienen, die zu ihnen kommen.

Sicher: In der Corona-Pandemie mussten sich viele gastronomieerprobte Kräfte einen neuen Job suchen. Ihre Chefs konnten sie nicht mehr bezahlen und ließen sie gehen. An die Supermarktkasse zum Beispiel, denn der Discounter hatte nie geschlossen, während die Gastrochefs keinem versprechen konnten, wann es wieder ein sicheres Einkommen gibt.

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Einige steuerten gegen. Tino Burk und Paul Clemens, die mit Kompagnons unter anderem das Schützenhaus in Remscheid, die Klosterkirche in Lennep und die Gastronomie auf Schloss Burg betreiben, gehören dazu. Mit Geld aus der eigenen Tasche versuchten sie ihre Mitarbeiter trotz geschlossener Betriebe zu halten. Keiner wurde entlassen.

Heute würden viele Gastronomen nur zu gerne wieder junge Menschen einstellen, die einen Job suchen. Und das nicht zu schlechten Arbeitsbedingungen, wie Markus Kärst versichert, der auch Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes in Remscheid ist. Natürlich: Wer in der Gastronomie sein Geld verdient, der arbeitet dann, wenn andere feiern. Das heißt auch am Samstag und insbesondere im Catering bis spät in die Nacht. Dann haben die Küchenchefs Bedarf zum Beispiel an Spülern und Servicekräften.

Der Job ist anstrengend. Dafür, davon können viele Schüler- und Studierendengenerationen berichten, stimmt in Kneipen, Restaurants und Clubs meist der Teamgeist. Im Umgang mit Gästen lässt sich über Menschen eine Menge lernen. Und für ein freundliches Lächeln gibt‘s nicht selten ein Trinkgeld extra.

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