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H2O streicht beliebtes Angebot

Besuchereinbrüche im Freizeitparadies H20.
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Besuchereinbrüche im Freizeitparadies H20.
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Es gibt mehrere Gründe, warum ein beliebter Kurs im Badeparadies H2O eingestellt wurde. Diesmal geht es nicht um das Thema Energie.

Von Andreas Weber

Remscheid. Berthold Fahl und Herbert Schmalenbach lieben die Wassergymnastik im H2O. Freitagmorgens zogen sie seit Jahren ihre 40 Bahnen im Hackenberger Sportbecken, um mit der Wassergymnastik noch einen draufzusetzen. „Schwimmen liegt ja nicht unbedingt nahe für einen Fußballer. Aber in Kombination mit der Gymnastik tut es richtig gut“, erklärt Fahl, Geschäftsführer des BV 1910 und bei den Alten Herren aktiv, seine späte Liebe für das nasse Element.

Dass die Wassergymnastik gestrichen wurde, bedauern die Senioren. Das Fitnessprogramm des Freizeitparadieses in Hackenberg ist vor ein paar Wochen eingestellt worden.

Badleiter: Das sind die Gründe

Auf RGA-Nachfrage nennt Badleiter Christian Liese zwei Gründe: Zum einen fällt es durch einen hohen Krankenstand beim Personal schwer, Instruktoren für das kostenlose Angebot im Lehrschwimmbecken abzustellen.

Auf der anderen Seite ist ausschlaggebend, dass in dem Lehrschwimmbecken Schule und Vereine Priorität genießen. „In der Vergangenheit haben wir die Zeiten, wo es nicht benötigt wurde, genutzt, um die Wassergymnastik anzubieten.“ Weil es aber sehr viele Nichtschwimmer gibt und das bis zu 1,35 Meter tiefe Becken ausgebucht ist, bleibt kein Spielraum für das 25-minütige Aufwärmen für die Badbesucher.

Wassergymnastik: Viele Besucher haben das Angebot genutzt

Christian Liese bedauert dies, sieht aber momentan keine Chance, die Wassergymnastik unterzubringen. Vor Corona war sie extrem beliebt. Eine Zeit lang fand sie vier Mal wöchentlich dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags statt, danach drei Mal, schließlich zwei Mal. Nun gar nicht mehr, soll aber wieder aufleben. „Ich schließe es nicht aus, wenn sich 2023 alles entspannt hat.“

Weitere Änderungen im H2O

Verändert hat sich einiges im H2O. Durch die Verkürzung der Öffnungszeiten (Öffnung um 12 statt 9 Uhr), die Absenkung der Wassertemperaturen um ein Grad (im Sportinnenbecken zum Beispiel von 29 auf 28 Grad) trägt das Badeparadies dem Spargedanken Rechnung. Als vorerst letzte Maßnahme wurde das energieintensive Sole-Außenbecken Anfang Oktober außer Betrieb genommen. Ausgezahlt hat sich dies mit einem sinkenden Energieverbrauch.
Dazu auch: H2O: Weitere Maßnahmen zum Energiesparen

Aktuell kommen deutlich weniger Besucher

Gesunken sind auch die Besucherzahlen. „In den Sommerferien hatten wir sehr guten Zuspruch, der sich ungefähr auf der Vor-Corona-Zeit 2019 bewegte. Mittlerweile verzeichnen wir starke Einbrüche“, stellt Liese fest.

Ob die Gäste in Zeiten hoher Inflation ihr Geld zusammenhalten und beim Badespaß sparen oder irritiert sind über die eingeschränkten Öffnungszeiten, Liese weiß es nicht. Beeinflussen kann er es noch weniger. „Was wir tun können, ist uns auf die Gäste zu konzentrieren und eine gewohnt hohe Servicequalität zu bieten.“

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