Straßenname

Frohn war der letzte Vogt der Sensenschmiedezunft

Achtfache Familienvater vertrat über Jahrzehnte die Remscheider und Cronenberger Kleinschmiede.

Remscheid. Als im Jahr 1963 die oberhalb der Ronsdorfer Straße mit Einmündung in die Sieper Straße gelegene Erschließungsstraße zur Benennung anstand, plädierte das Stadtarchiv dafür, die Straße nach Johann Peter Frohn, der Ältere, zu benennen, dem letzten Remscheider Vogt der Sensenschmiedezunft, der jahrzehntelang die Interessen der Remscheider und Cronenberger Kleinschmiede vertrat.

Zur Person recherchierte Stadtarchivarin Viola Meike Folgendes: Johann Peter Frohn wurde im Mai 1719 in Remscheid zu Losenbüchel als erstes Kind von Diedrich Frohn und seiner Ehefrau Catharina Schumacher geboren. Seine Familie stammte allerdings vom Siepen, wo schon der Großvater ein Schieferhaus über der Ronsdorfer Straße (nahe Fort Blücher) besaß. Am 18. April 1737 heiratete er die ebenfalls vom Siepen stammende Catharina Margaretha Paas. Das Ehepaar bekam acht Kinder.

Während seiner Amtszeit als Vogt der Sensenschmiedezunft legte Johann Peter Frohn die Zeichenrolle des Cronenberger Handwerksgerichts an, die bis zum Jahre 1766 zurückreicht.

Sein Sohn und Urenkel warenbekannte Persönlichkeiten

In ihr wurden alle im Brauch befindlichen Zeichen der Remscheider, Cronenberger und Lüttringhauser Schmiede auf Siegellack eingeprägt und unter Angabe des Inhabers und der damit zu bezeichnenden Waren genau beschrieben. Die Zeichenrolle ist einer der bedeutendsten Schätze des Remscheider Stadtarchivs. Sie enthält die Namen von 530 Besitzern mit 680 Zeichen, die meisten davon im Jahre 1766 eingetragen.

Johann Peter Frohn starb am 15. Juni 1773. Sein Sohn, der ebenfalls Johann Peter hieß, war als Kaufmann, Stadtrat und Beigeordneter ebenfalls eine wichtige Remscheider Persönlichkeit. Der Urenkel Robert Frohn gründete das bedeutende Exporthandelshaus an der Eberhardstraße.

Der Grundbesitz der Familie Frohn (Ländereien und Waldungen) reichte im 18. und 19. Jahrhundert bis weit über die Elberfelder Straße hinaus. Die Siedlung Heidhof ist auf altem Frohn’schen Gelände errichtet worden. AWe

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