„Auf eine Tasse Kaffee mit . . .“

Der Freibad-Schock sitzt tief

Auf eine Tasse Kaffee im Südbezirk: Im Café des neuen Alloheims diskutierte Stefan Grote (stehend) mit den RGA-Lesern. Foto: Michael Sieber
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Auf eine Tasse Kaffee im Südbezirk: Im Café des neuen Alloheims diskutierte Stefan Grote (stehend) mit den RGA-Lesern.

Stefan Grote stellte sich bei der RGA-Aktion „Auf eine Tasse Kaffee mit . . .“ den Fragen im Südbezirk. Die Chancen für den „Blauen Mond“ stehen gut.

Von Axel Richter

Der Schock saß tief bei Stefan Grote. Im Urlaub hatte der Bezirksbürgermeister des Südbezirkes und Vorsitzende des Fördervereins Freibad Eschbachtal erfahren, was in Remscheid geschehen war, dass ein Dieb das Freibad um die Eintrittsgelder im Juli gebracht hatte. Eine hohe fünfstellige Summe, die in einem Tresor gelegen hatte und nicht bei der Bank. „Ich bin immer noch fassungslos“, gestand Grote den RGA-Lesern, die sich am Freitag im Café des Alloheims an der Burger Straße auf eine Tasse Kaffee hatten einladen lassen. Die wichtigsten Themen:

Das Bad war auf einem guten Weg. Was bedeutet der Diebstahl?

Seine Existenz ist deshalb nicht bedroht. Doch das Vertrauen in jene, die sich für das Bad engagieren, hat gelitten, sagt Stefan Grote. Wohl hat der Förderverein mit den Tageseinnahmen nichts zu tun. Dennoch: „Es wird länger brauchen, bis die Leute uns wieder Spenden zukommen lassen möchten.“

Wird der Blaue Mond, das Emblem der Firma Mannesmann, nach seiner Demontage, wieder über Bliedinghausen aufgehen?

An einen angestrahlten Mond glaubt der Süd-Bürgermeister nicht. Dass er wieder auf seinen Platz findet, aber schon. Denn der Mond ist ein Industriedenkmal. Und Denkmale, die Schaden genommen haben, müssen wiederhergestellt werden. Und zwar von demjenigem, dem sie gehören. Ausnahme von der Regel: Der Besitzer kann sich den Wiederaufbau nicht leisten. Der Mond gehört der Firma Aldi. „Die sollte es sich leisten können“, sagt Stefan Grote.

Wie geht es weiter im Mannesmann-Park? Sind die verbliebenen Bäume zwischen den Tennisplätzen sicher?

Nein. Die Investoren, die nach einer Klage gegen die Stadt den größeren Aldi bauen durften, möchten auch einen großen Frischemarkt errichten. Die Stadt verweigert die Genehmigung, wogegen die Investoren klagen. Gewinnen sie, „haben wir keine Handhabe“.

Warum sieht es nach sommerlichen Wochenenden am Kuckuck immer aus, als gäbe es keine Müllabfuhr?

Weil es Leute gibt, denen Gemeineigentum nichts bedeute. Doch es gibt eine gute Nachricht. Um den Remscheider Thomas Richter hat sich eine Gruppe gebildet, die dem Müll ihrer Mitmenschen eine Abfuhr erteilen möchten. Erster Erfolg: Es werden mehr Mülleimer am Kuckuck aufgestellt. Nun will die Gruppe die Bäume aufhübschen. In der Johannes-Kirchengemeinde gibt es eine Gruppe, die schon ein Tipi gestrickt haben. Die sollen nun auch die Bäume umstricken. Grote wünscht sich mehr solcher Initiativen.

Um das Sana-Klinikum ist es ruhig geworden. Wie sind die Erfahrungen des Bezirksbürgermeisters?

Gut. „Die negativen Kritiken sind deutlich weniger geworden“, sagt Stefan Grote. „Und das Alloheim wertet den Südbezirk deutlich auf.“

Wann wird die heruntergekommene Kapelle auf dem Friedhof Bliedinghausen endlich fertig?

Noch in diesem Jahr, hofft Stefan Grote. Das Ausschreibungsprocedere und das Wetter habe die Sanierungsarbeiten verzögert. Grote ist dankbar, dass der RGA sich seinerzeit dem würdelosen Zustand der Kapelle angenommen hatte. „Danach hat die Stadt sauber gearbeitet.“

NEUER TERMIN

ALT-REMSCHEID RGA-Lokalchef Axel Richter bittet die Politiker zum Plausch bei einer Tasse Kaffee. Freitag, 31. Juli, geht es in die Innenstadt. Für 16 Uhr ist er mit Bürgermeister Otto Mähler verabredet. In der Erlebbar, Hindenburgstraße 8.

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