Frauenchor verteilt das Friedenslicht

Katrin Werth (r.), Vorsitzende des Frauenchors Remscheid, übergibt das Licht an die Sangesschwester Amely Witting. Foto: Werner Witting
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Katrin Werth (r.), Vorsitzende des Frauenchors Remscheid, übergibt das Licht an die Sangesschwester Amely Witting. Foto: Werner Witting

80 Adressen fuhr der Vorstand an

Von Melissa Wienzek

REMSCHEID Kein gemeinsames „Stille Nacht, Heilige Nacht“, kein Glöckchenrasseln im Advent: Es ist still geworden um die Chöre. Zwangsweise. Wegen der Corona-Pandemie fiel nun auch das geplante Adventskonzert des Frauenchors Remscheid ins Wasser. Geplant war ein außergewöhnliches Konzert auf den Balkonen des BAB-Motels. Die Vorbereitungen liefen bereits auf Hochtouren – dann kam der Lockdown. Die Enttäuschung bei den 73 Sängerinnen und ihrer Chorleiterin Claudia Rübben-Laux war groß. „Denn nun war klar, dass alle Mühen, zumindest für dieses Jahr, vergebens waren“, sagt die erste Vorsitzende des 1919 gegründeten Frauenchors, Katrin Werth.

Der Vorstand wollte das Jahr aber nicht sang- und klanglos enden lassen. Er wollte ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht senden. „Wir haben daher als Trost in dieser tristen Zeit an alle Sängerinnen das Friedenslicht von Betlehem ausgeteilt“, erzählt Werth. Der Vorstand holte das Licht beim Freundeskreis Evangelischer Pfadfinder Grafen von Berg an der Wallburgstraße ab. Von da aus verteilten es die Frauen in Remscheid, Hückeswagen, sogar bis nach Köln. 80 Adressen fuhren sie an – bedacht wurden neben den Sängerinnen auch die Chorleiterin sowie Ehemalige. „Die Frauen waren wirklich gerührt, es sind Tränen geflossen“, erzählt Katrin Werth. „Manche von ihnen sind ja ganz allein. Für sie ist das Singen mehr als nur ein Hobby.“

Man kommt zusammen, tauscht sich aus, gestaltet nicht nur Konzerte, sondern unternimmt auch die eine oder andere Ausflugstour. Seit Monaten findet dieser soziale Austausch nur noch eingeschränkt statt. Auch die wöchentliche Zoom-Probe kann das persönliche Treffen nicht ersetzen. Umso größer war die Freude, als der Vorstand samt Friedenslicht und einem lieben Brief vor der Tür stand. „Wir wollten sagen: Auch wenn wir uns seit langer Zeit nicht treffen konnten, ist jeder ein Teil unserer tollen Gemeinschaft. Und gemeinsam freuen wir uns darauf, uns bald gesund wiederzusehen“, sagt Katrin Werth.

Alle Hoffnungen liegen nun auf dem Frühling: Am Muttertag würden die Frauen gern ein Konzert auf den Balkonen des BAB-Motels geben.

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