Ehrung

Franz Pfeiffer erhält Röntgenplakette

Erhält Röntgenplakette: Franz Pfeiffer. Foto: Andreas Heddergott / TUM
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Erhält Röntgenplakette: Franz Pfeiffer.

Der Physikprofessor der TU München erforscht die Strahlen für medizinische Diagnostik.

Von Stefanie Knupp

Die Röntgenplakette der Stadt Remscheid geht in diesem Jahr nach München. Dort lehrt und forscht Prof. Dr. Franz Pfeiffer. Der Physiker wird die Auszeichnung am Samstag, den 21. April, im Kulturzentrum Klosterkirche entgegennehmen. Mit seinen 45 Jahren ist Pfeiffer ein relativ junger Preisträger, sein Werdegang spricht allerdings für sich. Unter anderem wurde er 2011 mit dem renommierten Leibnizpreis ausgezeichnet. Gewürdigt werden Pfeiffers „herausragende Forschungen zur Entwicklung der Phasenkontrast-Bildgebung mit Röntgenstrahlen“ heißt es in der Mitteilung der Stadt. Prof. Dr. Ulrich Mödder, Vorsitzender der Fördergesellschaft Röntgen-Museum, erklärt: „In diesem Jahr war das Thema des Auswahlverfahrens Diagnostik beziehungsweise Medizin.“ Pfeiffer sei zwar Physiker, doch seine Forschung trage zur Erweiterung der medizinischen Diagnostik mittels Röntgenstrahlen bei.

Verfahren hat Potenzial für die Anwendung in der Praxis

Der Münchener nutzte das Wissen über die vor über 100 Jahren entdeckte Wellenform der Strahlen, um zusätzlich zu den konventionellen Röntgenbildern, die vor allem Knochen abbilden, zwei weitere bisher unerreicht klare und kontrastreiche Bilder erzeugen zu können. Die Phasenkontrast-Aufnahme zeichnet sich durch eine gute Darstellung der Weichteilgewebestruktur aus.

Das sogenannte Dunkelfeldbild hingegen lässt die stark heterogenen Strukturen im Körper erscheinen, wie zum Beispiel die vielen kleinen Lungenbläschen. Die ersten vorklinischen Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Röntgenverfahren mit diesen zusätzlichen Modalitäten aussagekräftiger werden können und so ein klinisches Anwendungspotenzial erwarten lassen. Mit dem Verfahren könnten bald frühzeitig kleine Tumore in der Leber oder der weiblichen Brust sowie Gewebeveränderungen bei Osteoporose erkannt werden.

Der Leiter des Röntgen-Museums, Dr. Uwe Busch, freut sich auch auf das Rahmenprogramm der Verleihung. „Zum einen wird die Staatssekretärin Annette Storsberg zu Gast sein, zum anderen wollen wir auch junge Leute motivieren, teilzunehmen.“ Dazu gebe es am Vortag der Verleihung ein Zusammentreffen von Preisträger Pfeiffer und Schülern des Röntgen-Gymnasiums, bei dem locker diskutiert und Fragen gestellt werden dürften.

Busch ist stolz, erneut so einen „Top-Wissenschaftler“auf die Liste der Preisträger setzen zu dürfen. „Die meisten schreiben die Auszeichnung immer in ihre Vita. Und das, obwohl die Plakette ein Ehrenpreis ohne Dotierung ist.“

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