Auszeichnung

Fotoprojekt „Mein Gott, Lennep“ erhält Missionspreis

Die Werke der Teilnehmer von „Mein Gott, Lennep“ wurden in St. Bonaventura vorgestellt. Archivfoto: Roland Keusch
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Die Werke der Teilnehmer von „Mein Gott, Lennep“ wurden in St. Bonaventura vorgestellt.

Auszeichnung ist mit 5000 Euro verknüpft. Das Geld soll für neue Ideen eingesetzt werden.

Von Peter Klohs

Der in Hamburg ansässige ökumenisch ausgerichtete Verein Andere Zeiten ruft alljährlich zum bundesweiten Wettbewerb um den Missionspreis auf. Ausgezeichnet werden kirchliche Projekte, die den christlichen Glauben auf innovative Weise ganz anders reflektieren und damit kirchenferne Menschen erreichen. Als eine von drei diesjährigen Preisträgern wurde der Lotsenpunkt Lennep in enger Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz für das 2021 durchgeführte Projekt „Mein Gott, Lennep“ ausgewählt.

Als Kooperationspartner des Projektes gilt die Ehrung auch der Augusta-Hardt-Horizonte gGmbH und dem Remscheider Caritasverband. Das ausgelobte Preisgeld von insgesamt 15000 Euro wird auf drei Gewinner verteilt, so dass sich die Lenneper, deren treibender Kopf vor allem Andy Dino Iussa ist, über 5000 Euro freuen können, die laut Iussa wieder in neue Projekte fließen sollen.

„Mein Gott, Lennep“ startete im Mai 2021 mit Treffen von psychisch erkrankten Menschen, Geflüchteten und Menschen aller Generationen. Im Sommer 2021 begaben sie sich auf Entdeckungsreise durch den Stadtteil und fotografierten Orte, Gebäude oder Menschen, die sie stärkten und ihnen wohltaten. Auch die Frage nach Gott spielte eine Rolle. Im September fand eine Ausstellung von ausgewählten Fotos dieses Projekts im Kirchenraum von St. Bonaventura statt.

Begegnungsprojekt soll Zusammenleben fördern

Die riesigen Bilder – zwei mal drei Meter – wurden anschließend zu Taschen umgenäht, eine Arbeit, die durch Handmade, Nähzirkel im Übergangswohnheim für Geflüchtete, umgesetzt wurde. Schließlich wurde ein aufwendig gestaltetes Buch zum Projekt produziert.

„Ich wollte ein Begegnungsprojekt initiieren, das so wahrscheinlich nie stattgefunden hätte“, beschreibt Andy Dino Iussa den Ansatz des Projektes „Mein Gott, Lennep“. „Das fördert das Zusammenleben miteinander und tut allen gut.“ Besonders hervorheben möchte er Roman Rösener, einen engagierten Remscheider, den Iussa angesprochen hatte und der stets mit Rat und Tat helfen konnte.

Der Missionspreis wird bei einem Fest am 12. Mai in der Brüderkirche zu Kassel verliehen. Iussa, der Lenneper Lotsenpunkt sowie die Gemeinde arbeiten unterdessen bereits an einem neuen Projekt, von dem der Ideengeber bisher nur verraten möchte, dass es „Menschen Liebe Hoffnung“ heißen wird und ein Podcast-Projekt werden wird. „Wichtig dabei wird sein“, verrät Iussa, „dass die Teilnehmer die Themen vorgeben. Ich kann sagen, dass dieses Projekt deutlich in der Planung ist.“

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