Förderschlussspurt: Geld für neue Arbeitsplätze in Remscheid

Michael Wellershaus, Volker Pleiß und Reinhard Steffens, v.l., stellen die Änderungen vor. Foto: Anja Wessels
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Michael Wellershaus, Volker Pleiß und Reinhard Steffens, v.l., stellen die Änderungen vor.

Sparkasse stellt Änderungen am RWP vor

Von Sven Schlickowey

Vielen Remscheider Unternehmen, vor allem im produzierenden Gewerbe, geht es trotz Corona gut – und viele investieren sogar. Gerade für solche Firmen hat die Stadtsparkasse Remscheid eine gute Nachricht. Denn bevor Ende des Jahres das aktuelle Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) ausläuft, gibt es einige Änderungen, von denen vor allem zahlreiche Mittelständler im Bergischen profitieren könnten.

„Was sich da verbessert hat, ist schon erheblich“, sagt Volker Pleiß, Bereichsdirektor für das Firmenkundengeschäft. Bis zu 50 Prozent Förderung für Investitionsvorhaben seien drin und zwar als nicht zurückzahlbare Zuschüsse. Allerdings drängt die Zeit: Weil das aktuelle Programm zum neuen Jahr umgestaltet wird, müssen Anträge bis etwa Ende September eingereicht werden. Für die Umsetzung bleiben danach noch dreieinhalb Jahre.

„Wir wissen aus Gesprächen, dass viele Unternehmer über Investitionen nachdenken“, sagt Pleiß. Und in einigen dieser Fälle sei jetzt der richtige Zeitpunkt. Was das bedeuten kann, rechnet er an einem Beispiel vor: Eine Unternehmerin die rund 3,5 Millionen Euro investieren will – und dank der neuen Richtlinien ihre Fördersumme mehr als verdoppelt hat.

Neu ist unter anderem, dass die bisherige Grenze für kleine Unternehmen wegfällt. Bisher konnte vom RWP nur profitieren, wer unter 250 Mitarbeiter und 50 Millionen Umsatz beziehungsweise 43 Millionen Euro Bilanzsumme hatte. Ab sofort werden auch größere Unternehmen gefördert.

Konkret geht es um Investitionen, die neue Arbeitsplätze schaffen. Voraussetzung sei immer, die Zahl der Vollzeitstellen, um fünf Prozent zu erhöhen, erklärt Fördermittelberater Reinhard Steffens, mit dem die Sparkasse seit vielen Jahren kooperiert: „Und Auszubildende zählen immer mit.“

Eine Firma mit 40 Angestellten müsste also zwei neue Jobs schaffen. Für jede Stelle werden Investitionskosten von 500 000 Euro zugrunde gelegt, in diesem Beispiel eine Million, wovon je nach Größe der Firma 30, 40 oder 50 Prozent gefördert werden.

Das gelte unter Umständen auch für Lohnkosten, zudem gebe es einige Ausschlüsse, für die Remscheider Industrie greife das Programm aber fast immer, sagt der Vorstandsvorsitzende Michael Wellershaus, trotzdem müsse man einen genauen Blick auf die Details werfen, mahnt Wellershaus: „Aber das ist ja unser Anspruch als Sparkasse.“ Wichtig sei zudem, dass das Projekt schon sehr konkret ist, sagt Fördermittelberater Steffens: „Vorratsanträge sortiert die NRW-Bank direkt aus.“

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