Ein Jahr nach dem Hochwasser

Fluthilfe unterstützt den Steffenshammer

Die Fluthilfe unterstützt den Steffenshammer (v.l.): Petra Köser, Dirk Mähler, Jutta Velte, dahinter Lars Fastenrath, Elke Kläuser, Lutz Kleuser und Horst Kläuser
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Die Fluthilfe unterstützt den Steffenshammer (v.l.): Petra Köser, Dirk Mähler, Jutta Velte, dahinter Lars Fastenrath, Elke Kläuser, Lutz Kleuser und Horst Kläuser

Förderverein der historischen Schmiede profitiert von Spendengeldern.

Von Sabine Naber

Remscheid. Genau ein Jahr nach der Jahrhundertflut, die auch in den Tälern Remscheids schwere Schäden hinterlassen hat, trafen sich gestern Vormittag die Fluthelferinnen und -helfer am Steffenshammer, der durch die Wassermassen ebenfalls stark betroffen war.

„Der 14. Juli war ein schrecklicher Tag für Remscheid. Die Folgen der Flutkatastrophe sind heute noch zu spüren“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Er bedankte sich bei den vielen Spendern und versicherte: „Wir haben unbürokratisch geholfen, das Geld aber nicht rausgehauen, sondern für die präventive Fluthilfe noch etwas zurückgehalten. Wir wollen auch da helfen, sind sicher noch bis zum Ende des Jahres damit beschäftigt.“

Auch Fluthilfe-Organisator Horst Kläuser bedankte sich bei den 1322 Spenderinnen und Spendern, die angefangen bei fünf Euro bis hin zu „satten Beträgen“ Solidarität bewiesen hatten. „Zusammengekommen sind 578  417,42 Euro. Über eine halbe Million Euro, das ist eine enorme Summe. Wir haben viele Familien mit Bargeld unterstützt, Handwerkerrechnungen übernommen, Container zum Abtransport von Müll zur Verfügung gestellt, Gutscheine für Baumärkte gegeben“, schilderte er. Er erinnerte auch an die „Bekieker“, die zu den Betroffenen hingefahren sind. „Da wurde zehn Minuten über die Flut gesprochen, dann über die Sorgen. Denn es waren große, psychische Belastungen, die ausgehalten werden mussten.“ Auch in Beyenburg, hier war der Bielsteiner Hof betroffen, und in Unterburg – dort sei eine Kita weggeschwemmt worden – habe man geholfen.

Eine sechsstellige Summesteht noch zur Verfügung

Eine sechsstellige Summe stünde noch zur Verfügung, auch jetzt noch könne man sich unter info@fluthilfe-remscheid.de an die Fluthelfer wenden. „Wir rechnen noch mit erhöhten Stromrechnungen, die entstanden sind, weil die Trockner unablässig liefen. Oder auch an Gutachterrechnungen, wenn es möglicherweise um das Thema Hochwasserschutz geht“, nannte Kläuser Beispiele.

Dem Förderverein Steffenshammer versprach er gestern, die Kosten für die Bearbeitung der Stempel aus massivem Holz, die von den Wassermassen teilweise zerstört wurden, aus dem Spendentopf zu übernehmen. Fördervereinsvorsitzender Lutz Kleuser zeigte sich gerührt und bot an, für die betroffenen Familien einen fröhlichen Tag auf dem Gelände des Steffenshammers zu organisieren: „Wenn es eng wird, dann stehen wir in Remscheid zusammen. Das können wir durch die Flut mitnehmen.“

„Es war erschreckend, die ganzen Schäden am Haus zu sehen. Der Besitzer saß desillusioniert da, hatte mitansehen müssen, wie Wasser und Schlamm vorne durch sein Haus rein und hinten wieder raus flossen. Eine ältere Dame hatte sich eine Etage höher zu ihrer Tochter geflüchtet, als ihre Erdgeschosswohnung völlig überflutet wurde. Sie wollte dort nicht mehr wohnen“, erinnert sich Dirk Mähler, einer der Bekieker, an Besuche bei Betroffenen.

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