Anlaufstelle

Five-Seven bietet ganz praktische Hilfe

Die Foodsaver um Mirjam Starke (3.v.l.) versorgen das Five-Seven an der Nordstraße mit geretteten Lebensmitteln. Foto: Roland Keusch
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Die Foodsaver um Mirjam Starke (3.v.l.) versorgen das Five-Seven an der Nordstraße mit geretteten Lebensmitteln.

Café in der Nordstraße kümmert sich um schwer erreichbare junge Menschen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Das Jugend-Café Five-Seven an der Nordstraße ist als Anlaufstelle für schwer erreichbare junge Menschen bis 25 Jahre in der Stadt noch nicht genug bekannt. Die vom Jobcenter Remscheid finanzierte Institution besteht seit dem Anfang Mai 2019 und war auf eine Laufzeit von zumindest drei Jahren ausgelegt.

Als schwer erreichbar bezeichnet man junge Menschen, die abgekürzt „NEETs“ sind, also „Not in Education, Employment and Training“, auf deutsch: nicht zur Schule gehen, nicht im Beruf stehen und auch keine Ausbildung absolvieren. „Diese Menschen sollen hier ein Kontaktangebot erhalten“, erzählt Ralf Barsties, Geschäftsführer von Arbeit Remscheid, die das Five-Seven zusammen mit dem Remscheider SPZ im Auftrag des Jobcenters betreibt.

Wir wollen längerfristig für die jungen Menschen tätig sein.“

Erzieherin Svenja Kuhlmann

„Im Five-Seven können sie praktische Hilfen in akuten Problemstellungen oder Notlagen erhalten.“ Wobei der Einrichtung wichtig ist, dass die Betroffenen diese Hilfe auch annehmen wollen und können. „Die jungen Menschen sollen in jeder Situation selbst entscheiden, ob sie den Kontakt oder ein Hilfsangebot annehmen.“

Genauso wichtig ist es den Mitarbeitern des Five-Sevens, dass die Hilfebedürftigen nicht mit Sanktionen jeglicher Art rechnen müssen, solange sie in Kontakt mit der Anlaufstelle sind. Gerade die drohende Streichung von Leistungen erschwert oftmals die Zusammenarbeit zwischen Betroffenen und Jobcenter.

Im offenen Bereich des Jugend-Cafés gibt es außer Wlan verschiedene Freizeitangebote. Die Gelegenheit zum Waschen von Wäsche ist gegeben. Und Koch Andreas Schmidt zaubert aus Lebensmitteln, die die Remscheider Foodsharing-Initiative besorgt und gespendet hat, schmackhaftes Essen, die in normalen Zeiten im Café, jetzt jedoch „to go“ verzehrt werden können. Wie Mirjam Starke, Foodsharing-Botschafterin für Remscheid, weiß, ist die Zusammenarbeit mit vielen Remscheider Lebensmittelgeschäften problemlos und fruchtbar.

„Zur Zeit haben wir fünfzehn Menschen, die regelmäßig Kontakt zum Five-Seven haben“, berichtet Psychologe Martin Schumacher. „Die Notlagen der Menschen sind sehr unterschiedlich und reichen von drohender Wohnungslosigkeit bis hin zu massiven psychischen Problemen.“ Die Mitarbeiter des Five-Seven haben in solchen Fällen ein offenes Ohr und helfen auch durch die Bürokratie-Dschungel.

„Man braucht drei Jahre“, ergänzt Erzieherin Svenja Kuhlmann, „bis man weiß, was die Jugendlichen in Remscheid brauchen und wollen.“ Insofern sei es schade, dass die Arbeit Remscheid die Laufzeit des Projektes auf zwei Jahre verkürzt hat.“ Aber auch auf die erneute Ausschreibung wird sich das Five-Seven bewerben. Wir wollen längerfristig für die jungen Menschen tätig sein.“

Kontakt

Das Team des Five-Seven unterstützt junge Menschen bei der Bewältigung von Problemen und hilft, die Grundsicherung sicher zu stellen. Geöffnet hat das Café montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, zu finden ist es in der Nordstraße 57. Erreichbar ist das Team unter Tel. (02191) 9 51 27 25 oder (0178) 8 79 85 07. Mehr im Netz: fiveseven-remscheid.de

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