Projekt Ökoprofit

Firmen senken den Energieverbrauch

Die Vertreter der elf teilnehmenden Betriebe beim Projekt Ökoprofit. Sie alle sparen auf verschiedene Weise Energie und damit bares Geld. Foto: Christian Beier
+
Die Vertreter der elf teilnehmenden Betriebe beim Projekt Ökoprofit. Sie alle sparen auf verschiedene Weise Energie und damit bares Geld.

Im Projekt Ökoprofit ziehen die beteiligten Unternehmen eine erste Bilanz.

Von Kathrin Schüller

Sie wollen Kosten sparen, die Umwelt schonen und auch noch etwas fürs Image tun: Elf Betriebe aus der Region, darunter zwei aus Remscheid, machen bei der elften Runde von Ökoprofit mit. Eine Halbzeitbilanz des vom Land geförderten Projektes, das zum Ziel hat, Unternehmen ökologisch und ökonomisch fit zu machen, gab es gestern. Beteiligte Firmen stellten ihre Konzepte vor.

Gastgeber war die Stanz- und Umformtechnik Kortenbach mit Sitz in Solingen. Durch eine neue Filteranlage sei es gelungen, den Ölverbrauch drastisch zu reduzieren, erklärte der Geschäftsführer Jens Kortenbach. Denn das Öl kann mehrmals verwendet werden. Investiert wurden 3500 Euro, eingespart werden rund 6000 Euro pro Jahr. „Das rechnet sich schnell“, sagte Kortenbach. Aber auch kleinere Schritte geht man im Unternehmen. So hängt an einem großen Hallentor das Schild „Von Oktober bis März nicht öffnen“. Im Herbst und im Winter werden nur die kleineren Werkstore von den Mitarbeitern genutzt, um zu verhindern, dass Wärme verpufft.

Doch auch in Remscheid wird gespart. Bei Edscha hat man im Zuge von Ökoprofit einen genaueren Blick auf die Stromrechnung geworfen – und dabei großes Einsparpotenzial entdeckt. Durch automatisiertes An- und Ausschalten der Kunststoffspritzerei senkte das Unternehmen den Stromverbrauch um 45 Prozent, ohne auch nur einen Cent investieren zu müssen. 13 000 Euro spart Edscha ein.

Dass es nicht immer große Anschaffungen sein müssen, sondern auch kleine Schritte etwas bewirken, zeigt sich auch bei der Gesenkschmiede Gebrüder Hartkopf an der Solinger Bismarckstraße.

Gesenkschmiede spart durch neue Duschköpfe

Die Mitarbeiter sind brütenden Temperaturen ausgesetzt. Deshalb gehen sie häufig unter die Dusche. Statt mit einem Druck von vier bar läuft das Wasser jetzt nur noch mit zwei bar durch die Brause. Außerdem wurden neue Duschköpfe eingebaut. Das Ergebnis: Im Jahr fallen rund 10 000 Euro weniger an Kosten an. Auch Lecks in Rohren wurden im Betrieb aufgespürt: Weil weniger Druckluft verloren ging, verringerten sich die Kosten um 2500 Euro.

Bei der Messerschmiede Kirchner und Sohn hat es viel gebracht die Abluft, die durch den Härteofen frei wird, zu nutzen um Entfettungsbecken zu heizen. Viele Betriebe checkten Lampen und rüsteten etwa auf LED-Betrieb um, auch die Heizungsanlagen standen auf dem Prüfstand.

Aber es sind eben auch ganz kleine Dinge, die sehr erfolgreich sind. Handtuchhalter etwa können gegen moderne Modelle ausgetauscht werden, damit nicht auf einen Schlag versehentlich viel zu viele Papiertücher herauskommen und völlig ungenutzt im Müll landen. Statt eines Dienstwagens können Mitarbeiter auch ein Pedelec nutzen: Das hat erfolgreich das Pflegeheim Carmen-Sylva-Haus in Wuppertal vorgemacht und dafür in der abschließenden Abstimmung von den Zuhörern den meisten Beifall gekommen.

Durch Ökoprofit wurden bisher im Städtedreieck 3,3 Millionen Euro eingespart und 200 000 Kubikmeter Wasser weniger verbraucht. Der Restmüll reduzierte sich um 1,2 Tonnen, der Energie verbrauch um 23 Millionen kWh Energie. Der Co2-Ausstoß sank in den vergangenen zehn Jahren um 9200 Tonnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: Inzidenz bei 5,4 - Sterberate in Remscheid steigt um 9,2 Prozent
Corona: Inzidenz bei 5,4 - Sterberate in Remscheid steigt um 9,2 Prozent
Corona: Inzidenz bei 5,4 - Sterberate in Remscheid steigt um 9,2 Prozent
Remscheider nach Diebstahl festgenommen
Remscheider nach Diebstahl festgenommen
Remscheider nach Diebstahl festgenommen
Verzögerung: Terrassen auf der Alten Bismarckstraße sollen erst ab Spätsommer entstehen
Verzögerung: Terrassen auf der Alten Bismarckstraße sollen erst ab Spätsommer entstehen
Verzögerung: Terrassen auf der Alten Bismarckstraße sollen erst ab Spätsommer entstehen
Live-Blog:  Diese Straßen sind noch gesperrt - Bürgerhilfe wird heute im Remscheider Rathaus ausgezahlt 
Live-Blog: Diese Straßen sind noch gesperrt - Bürgerhilfe wird heute im Remscheider Rathaus ausgezahlt 
Live-Blog: Diese Straßen sind noch gesperrt - Bürgerhilfe wird heute im Remscheider Rathaus ausgezahlt 

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare