Morsbachtal

Nach dem Hochwasser: Firma Matador muss sich selber helfen

In der Morsbachtalstraße 17 war „Land unter“: Bei Matador entstand ein Schaden von 600 000 Euro.        Foto: Matador
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In der Morsbachtalstraße 17 war „Land unter“: Bei Matador entstand ein Schaden von 600 000 Euro.
  • Andreas Weber
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Werkzeugproduzent im Morsbachtal kritisiert das „Weiter so“ des Wupperverbandes.

Remscheid. 600 000 Euro Schaden verursachte das Hochwasser bei Werkzeugproduzent Matador. 1,2 Meter stand der Betrieb im Morsbachtal unter Wasser. Betroffen waren in erster Linie CNC-Maschinen, Laseranlagen, Gabelstapler sowie alle Gebäude und Lagerbestände. „Die Schäden haben wir weitestgehend behoben, insbesondere den Produktionsausfall konnten wir durch die schnelle Beschaffung neuer CNC-Maschinen und einer neuen Laseranlage im Rahmen halten. Die Bürogebäude wurden nach einer relativ langen Trocknungsphase, die bis kurz vor Weihnachten ging, saniert“, stellt Peter Kissling, geschäftsführender Gesellschafter fest.

Sein Lob geht an die Stadt und OB Burkhard Mast-Weisz: „Durch sein Engagement und der Mitarbeiter(innen) von Wirtschaftsförderung und Umweltamt konnten wir schnell und unbürokratisch einzelne Folgeschäden beseitigen.“ Der Hochwasserschutz bleibe freilich ungelöst. „Allein in diesem Jahr haben wir fünf Mal erlebt, wie der Morsbach nach relativ kurzen, aber intensiven Regenfällen sehr stark anstieg. Dies gab es früher nicht.“

Peter Kissling sieht den Wupperverband in der Verantwortung, mit einer aktiven Wasserregulierung einzugreifen. Dies geschehe aber nicht. Offensichtlich gelte das Prinzip „Weiter so“. Auch sei der Wupperverband im Bereich der Traditionsfirma nicht tätig geworden, eine Gewässerpflege finde nicht statt. Dies habe es früher immer gegeben. „Zwar wurde mir im Frühjahr zugesagt, dass der Morsbach und die Ufer von toten Ästen und Gestrüpp gereinigt werden sollen, dies scheint aber nicht so wichtig zu sein“, kritisiert der Firmenchef.

Diese Nachlässigkeit und das ewige Aufschieben konkreter Einzelmaßnahmen führten dazu, dass im Hochwasserfall Schäden entstehen, die hätten verhindert werden können. Peter Kissling fragt sich, was aus der Katastrophe gelernt wurde. Matador habe sich nur selbst helfen können. Deshalb seien kurzfristig alle Tore und Türen mit Spundwänden gesichert worden. „Weitere Maßnahmen – wie das Aufschütten eines Deiches auf unserem Gelände – prüfen wir und werden dies zeitnah umsetzen, um uns vor weiteren Überschwemmungen zu schützen.“

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