Doppel-Aktion

1600 beim Tanz in den Mai: Feuerwehr Lennep erlebt Ansturm

Beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Lennep konnten die kleinen Besucher in die Ausrüstung schlüpfen und so den Beruf der Feuerwehrleute hautnah kennenlernen. Fotos: Michael Sieber
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Beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Lennep konnten die kleinen Besucher in die Ausrüstung schlüpfen und so den Beruf der Feuerwehrleute hautnah kennenlernen.

Doppel-Aktion der Feuerwehr-Einheit an der Karlstraße mit Tanz in den Mai und Tag der offenen Tür. Jugendfeuerwehr kann Verstärkung gebrauchen

Von Dela Kirchner

Remscheid. Ein wenig unwirklich ist es schon, so unfassbar viele Menschen an einem Ort zu sehen – und zu erkennen. Ganz ohne Maske. Nach zwei Jahren ohne Veranstaltungen wie den „Tanz in den Mai“ scheinen die Gäste der Feuerwehr Lennep regelrecht ausgehungert nach ein paar Stunden Spaß, Geselligkeit und Vergnügen zu sein.

Zeitweise bis zu 1600 Menschen feierten am Samstagabend auf dem Gelände an der Karlstraße friedlich und völlig komplikationslos in den Mai 2022. „Wir sind bewusst unter der regulär für das Gelände zugelassenen Besucherzahl geblieben“, berichtete Einheitsführer Christian Wette zufrieden am Sonntag. „Wir hätten noch wesentlich mehr Menschen einlassen können.“ Die maximale Grenze der Besucherzahl war bereits gegen 21 Uhr erreicht, obwohl sich vor dem Eingang noch lange Warteschlangen gebildet hatten.

Die Bilanz des Abends gibt den Planungen der Feuerwehrleute in Lennep recht: „Es gab trotz der hohen Besucherzahlen nicht einen einzigen Zwischenfall“, erzählte Christian Wette. Als „annähernd normal“ wie in Vor-Corona-Zeiten beschreibt der Einheitsführer das Verhalten seiner Gäste: „Die Leute kommen gerne zu uns. Es ist schön, überhaupt wieder etwas für die Öffentlichkeit machen zu können.“

Kühles Bier, leckeres Essen und Livemusik von den Bergischen Stimmungsgaranten „Second Hand“, dazu nahezu perfekte Wetterbedingungen – viel konnte also überhaupt nicht schieflaufen.

Natürlich gab es auch eine Löschvorführung (l.) für die Familien. Kinder durften zudem mit Helm und leichter Ausrüstung auf dem Rücken durch einen Parcours krabbeln (r.). Pommes gab es natürlich auch.

Gerade die jüngsten Mitglieder der Feuerwehr Lennep, die Aktiven der Jugendfeuerwehr, mussten eine lange durch die Pandemie bedingte Leidenszeit ohne Übungen und andere Aktivitäten überstehen, bis der Neustart möglich war. Ein Eintritt in die Jugendfeuerwehr ist ab einem Alter von zehn Jahren möglich. „Wir können noch in allen Altersklassen Verstärkung gebrauchen.“ Und mit der Volljährigkeit ist dann der Wechsel in den Wachdienst möglich. Während es in der Jugendfeuerwehr einige weibliche Mitglieder gibt, gibt es momentan nur eine „Feuerwehrfrau“ in Lennep.
Dazu auch: Jugendfeuerwehr - Hier retten, löschen und bergen die Kinder

Da in Lennep größtenteils der eigene Nachwuchs die altersbedingt auftretenden Lücken auffüllt, dürfte sich dies in naher Zukunft vermutlich auch ändern. „Und es wird wirklich jede Menge für die Ausbildung und die Kameradschaft untereinander getan, nicht nur bei den ganz Jungen.“

Die Zahlen sprechen für sich: 39 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau im aktiven Einsatzdienst sowie 15 Jugendfeuerwehrleute sorgen dafür, dass in Lennep auch in Zukunft Hilfe jederzeit schnell verfügbar sein wird. Der Höhepunkt am Tag der offenen Tür war für die Gäste schon auf dem Weg zum Festgelände weithin sichtbar: Mutige kleine, größere und auch erwachsene Kinder konnten mit der Drehleiter dem Himmel ein Stück näher kommen – sicher verwahrt im Korb oder an Mamas Hand.

Feuerwehr bedeutet zu 100 Prozent Teamwork.

Christian Wette

Etliche Kinder bevölkerten mit ihren Geschwistern und Eltern schon die Zuwegungen zum Gelände – und der Familientag hatte auch einiges an Faszination für die zumeist erwachsenen, männlichen Kinder zu bieten: Die Einsatzfahrzeuge (oder wie Wette scherzhaft sagte: „Männerspielzeuge“) konnten von innen und außen einer gründlichen Inspektion unterzogen werden, Probesitzen inklusive. „Alle unsere Mitglieder haben alles gegeben, um dieses Wochenende zu ermöglichen“, resümierte der Einheitsführer zufrieden am Sonntagnachmittag. „Feuerwehr bedeutet zu 100 Prozent Teamwork. Egal, ob bei Einsätzen oder Veranstaltungen.“

Feuerwehrdienst in Lennep

Ab 18 Jahren ist der Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr möglich– nach einem ausführlichen Gesundheitscheck und der Überprüfung der körperlichen Eignung. Etwa ein Jahr dauert die Grundausbildung bis zum ersten Einsatz. Der aktive Dienst kann, je nach körperlicher Verfassung, bis zum 67. Lebensjahr ausgeübt werden. Die Kameraden und die Kameradin sind immer donnerstags ab 19 Uhr an der Karlstraße für Interessierte anzutreffen.

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