Verkehrssicherheit

Feuerwache Lüttringhausen: Markierung und Poller ersetzen Insel

Striche statt Insel: Die weiße Markierung werden nun noch um einen Plastikpoller ergänzt. So wird die Feuerwehr nicht beim Ausrücken behindert und die Fußgänger trotzdem geschützt. Foto: Roland Keusch
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Striche statt Insel: Die weiße Markierung werden nun noch um einen Plastikpoller ergänzt. So wird die Feuerwehr nicht beim Ausrücken behindert und die Fußgänger trotzdem geschützt.

Neue Lösung für die Straßenüberquerung vor der Lüttringhauser Feuerwache.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Nach jahrelangen Diskussionen ist die Fußgängerinsel vor der Lüttringhauser Feuerwache inzwischen Geschichte. Ersetzt wurde sie durch weiße Markierungsstriche auf der Straße, die in dieser Woche noch durch Poller aus Kunststoff ergänzt werden sollen. Danach wäre dieser Bereich, der seit Jahren die Politik, die Technische Betriebe (TBR) und die Feuerwehr beschäftigt, erstmal abgeschlossen. Trotzdem, erklärt Udo Wilde von den TBR, handelt es sich dabei nur um eine Zwischenlösung.

Denn wenn das Neubaugebiet auf dem brachliegenden Gelände des ehemaligen Schulstandortes Eisernstein neben der Feuerwache realisiert wird, werde auch hier noch einmal umgebaut, so Wilde: „Dann kommt ein ampelloser Kreisverkehr mit Zebrastreifen für die Fußgänger hin “, berichtet der Abteilungsleiter für Verkehrstechnik und Beleuchtung über die aktuellen Planungen. „Dann sind wir alle Sorgen los.“ Das könnte allerdings noch etwas dauern. Selbst Optimisten rechnen nicht mit einem Baubeginn vor 2021.

Bis Mitte dieses Jahres war an gleicher Stelle noch eine Fußgängerinsel, die ursprünglich mal für die Schüler der 2012 abgebrannten Grundschule gedacht war. Die allerdings auch der nahe stationierten Freiwilligen Feuerwehr Lüttringhausen ein Dorn im Auge war. „Die Feuerwehr befürchtete, dass es Probleme beim Ausrücken geben könnte“, sagt Udo Wilde. Rücken die Einsatzfahrzeuge Richtung Hülsberger Straße aus, müssen sie die Verkehrsinsel passieren. Befänden sich in diesem Moment mehrere bergab fahrende Autos gleichzeitig in dem Engpass, so die Befürchtung, käme die Feuerwehr nicht durch – und die Autofahrer nicht vor und nicht zurück.

Anfangs habe man das durchaus anders gesehen, gibt Wilde zu. „Aber die Kollegen hatten ja recht.“ Deswegen erklärten sich die TBR „nach dem ganzen Hin und Her“ bereit, die Insel zu demontieren. Und auch die Kosten zu übernehmen. Allerdings hatten nicht nur Grundschüler die Überquerungshilfe genutzt, sondern auch die Bewohner des nahen Wohngebietes. Deswegen gibt es nun diesen Kompromiss.

Noch vor den Sommerferien bauten die TBR die Insel ab, in der vergangenen Woche wurden die Markierungen aufgebracht. Nun soll in dieser Woche noch ein flexibler Poller aus Kunststoff angebracht werden, um die Autofahrer an Tempo 30 zu erinnern. Wilde: „Damit haben wir an mehreren Stellen schon gute Erfahrungen gemacht.“

Zwar sehe der Poller nach kurzer Zeit oftmals schon recht mitgenommen aus, so Wilde. Hier gehe es aber ja auch nur darum, die Zeit bis zum Neubaugebiet zu überbrücken. Dafür sei der Poller kaum zu übersehen und richte im Falle einer Kollision aber nicht allzu viel Schäden am Fahrzeug an, sagt Wilde: „Das wirkt dann noch ein bisschen abschreckender.“

Denn Vorsicht sei an dieser Stelle nach wie vor geboten, betont Udo Wilde, der sich die aktuelle Situation unlängst vor Ort persönlich anschaute. Viele Autofahrer würden hier zu schnell fahren. „Und wir haben da ein Wohngebiet mit vielen kleinen Kindern. Da kann auch Tempo 30 zu schnell sein.“

Hintergrund

Das geplante Neubaugebiet Eisernstein ist als „grüne Siedlung“ angelegt. Vorgesehen ist eine Wohnbebauung mit dreigeschossigen Häusern und Tiefgarage im vorderen Bereich und zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäusern im hinteren Bereich. Dabei sind ökologische Aspekte wie Dachbegrünung und Hausbäume im Bebauungsplan vorgeschrieben.

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