Feiertag

Festakt zum Tag der Deutschen Einheit: Generalkonsul gratuliert

Rafe Courage, Britischer Generalkonsul für NRW, sprach zu „75 Jahre Freundship – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“.
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Rafe Courage, Britischer Generalkonsul für NRW, sprach zu „75 Jahre Freundship – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“.

Festakt im Teo Otto Theater mit Musik der Bergischen Symphoniker – Britischer Generalkonsul sprach auch über die wichtige Rolle von Schüleraustausch, über den Brexit und gemeinsame Werte.

Von Daniel Diekhans

Remscheid. Es hatte natürlich gute Gründe, dass an diesem 3. Oktober vor dem Teo Otto Theater zwischen Schwarz-Rot-Gold und der Europafahne auch die britische Fahne hing. Drinnen im Saal wurde nicht nur der Tag der Deutschen Einheit gefeiert, sondern auch der 75. Geburtstag von Nordrhein-Westfalen. Bei der Bildung des Bundeslandes, sagte Kai Kaltwasser (CDU), sei Großbritannien „quasi der Pate“ gewesen.

In seiner Rede stellte der stellvertretende Oberbürgermeister die historischen Ereignisse in den größeren Zusammenhang. Was alle europäischen Länder verbinde, seien Werte wie Vielfalt und Offenheit. Diese wiederum bildeten die Basis für „unsere Demokratie, unsere Grundrechte“.

Großbritannien bleibt ein zuverlässiger Partner.

Rafe Courage, Generalkonsul

Die britische Perspektive brachte Rafe Courage, Britischer Generalkonsul für NRW, ein. Bevor er auf die internationalen Beziehungen einging, gratulierte er zu „31 Jahren deutscher Einheit“. Auch wenn der Prozess noch nicht abgeschlossen sei, sah Courage ihn auf einem guten Weg. „Einen vollen Erfolg“ nannte er auch die Freundschaft zwischen seinem Land und Deutschland. Sichtbares Zeichen dafür seien die zahlreichen Städtepartnerschaften – eben in der Art, wie sich Remscheid mit Ashington und Newbiggin-by-the Sea verbunden habe.

Große Bedeutung maß er auch den Austauschprogrammen für Schulklassen und Studierende bei. Bis heute pflege er freundschaftliche Kontakte mit seiner alten Gastfamilie, und ohne die guten Erfahrungen als Austauschschüler „wäre ich bestimmt nicht als Generalkonsul hier“, erzählte er. Den Brexit wollte er nicht als Zäsur betrachten. Die Kooperationen auf wirtschaftlicher und politischer Ebene, betonte der Redner, seien wichtiger denn je. In diesem Sinne bleibe Großbritannien „ein zuverlässiger und verantwortungsvoller europäischer Partner“, betonte Rafe Courage.

Die Bergischen Symphoniker sorgten für Musik, unterstützt von Violinist Tassilo Probst.

Eine Hommage ans Partnerland war dann auch „God Save The Queen“, das die Bergischen Symphoniker spielten, eingebettet zwischen Europa- und Nationalhymne. Was nur die Einstimmung auf ein facettenreiches musikalisches Programm war. Mit Tassilo Probst konnte Generalmusikdirektor Daniel Huppert zudem einen aufstrebenden Klassikstar präsentieren. Gerade einmal 19 Jahre alt, hat Probst bereits zahlreiche Auszeichnungen, Förderungen und Stipendien erhalten. Die 300 Zuhörer waren beeindruckt von der Geläufigkeit, mit der er Max Bruchs „Romanze“ spielte. Wie selbstverständlich gelangen ihm Triller und Läufe.

Neben dem Rheinländer Bruch widmeten sich die Symphoniker der osteuropäischen Musik. Wie eine Feier des Lebens kam die Orchestersuite des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg daher – und gerade die schnell wirbelnden Partien ernteten großen Applaus. Vital klang auch die „Ouvertüre“, in denen Sergei Prokofjew jüdische Melodien aufgreift. Das Orchester setzte hinter diese Feierstunde einen virtuosen Schlusspunkt.

Nächster Termin: Symphoniker spielen am 15. Oktober Tarantino-Filmmusik bei „On Fire!“

Unter dem Titel „Tarantino in concert“ spielen die Bergischen Symphoniker am Freitag, 15. Oktober, 20 Uhr, Filmmusik. Außerdem treten bei diesem „On Fire!“-Konzert eine Live-Band und zwei Sänger auf.

Im oberen Theaterfoyer gab es Kaffee und Sekt am Morgen.

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