Faszination für Menschen in Bildern

Der Lenneper Künstler Uwe Sköries verbindet Traditionelles mit Modernem. Foto: Doro Siewert
+
Der Lenneper Künstler Uwe Sköries verbindet Traditionelles mit Modernem.

Sköries-Ausstellung läuft bis Ende Januar

Von Sabine Naber

Es sind die Menschen, die den Lenneper Fotokünstler Uwe Sköries bei seinen zahlreichen Reisen faszinieren. Am Samstag eröffnete er seine Ausstellung unter der Überschrift „Begegnungen“ in der Kunstschule Rotation an der Kölner Straße. Auf 16 großen und zahlreichen kleinformatigen Bildern in schwarz-weiß sind hier Frauen, Männer und Kinder zu sehen, die Sköries Aufmerksamkeit in Rumänien, Marokko, Mauritius oder Neuseeland, Sri Lanka oder Irland auf sich gezogen haben.

„Diese Dame hier hat beispielsweise einfach mit mir weitergeredet, als ich sie fragte, ob ich sie fotografieren darf. Keiner hat den anderen verstanden, aber es war eine freundliche Begegnung“, berichtet Sköries mit Blick auf ein Foto. Es zeigt eine am Boden sitzende alte Frau mit wie zum Beten zusammengefalteten Händen in Sri Lanka, die mit einem Lächeln in die Kamera schaut. „Sie bedankt sich bei mir für eine finanzielle Gabe. Etwas anderes hatte ich ja nicht, um mich zu bedanken.“

Gleich daneben ist eine Musikerin zu sehen, die einen Dudelsack auf dem Schoß hält und völlig entrückt wirkt. „Sie hatte die Augen zu, als sie spielte. Ich konnte sie erst später fragen, ob ich ihr Foto verwenden darf.“

„Rumänien“ steht unter der Fotografie, die eine Frau bei dem Versuch zeigt, auf Krücken eine Straße zu überqueren. „Niemand hat sich des Problems dort angenommen. Andere Fußgänger kümmerten sich nicht, kein Auto hielt an“, kann sich der Fotokünstler an die Szene erinnern.

Traditionelles, aber auch Modernes ist auf seinen Fotos aus Marokko zu sehen. Auf der einen Seite Frauen, die in einer Kooperative zusammenleben, auf dem Boden sitzend Nüsse knacken, aus denen ein Öl gewonnen wird, auf der anderen Seite eine junge Frau, mit der sich Sköries problemlos auf Englisch unterhalten konnte.

Zwei Seiten einer Medaille sind auch auf einem Foto aus Santiago de Chile zu sehen. Junge Menschen, die aus lauter Lebensfreude hoch in die Luft springen, Freude haben, und daneben eine zusammengesunkene alte Frau, die im Rollstuhl gefahren wird. Fotos ohne Titel, die alle viel aussagen.

Die Ausstellung läuft noch bis Ende Januar. Im nebenan liegenden Rotationscafé kann man sich anmelden, wenn man sich die ausdrucksstarken Fotos ansehen möchte.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

DOC-Gegner können sich über ihren Sieg nicht so recht freuen
DOC-Gegner können sich über ihren Sieg nicht so recht freuen
DOC-Gegner können sich über ihren Sieg nicht so recht freuen
Polizei will ihre Hauptwache am Quimperplatz verlassen
Polizei will ihre Hauptwache am Quimperplatz verlassen
Polizei will ihre Hauptwache am Quimperplatz verlassen
Corona: Stadt verzichtet vorerst auf schärfere Regeln
Corona: Stadt verzichtet vorerst auf schärfere Regeln
Corona: Stadt verzichtet vorerst auf schärfere Regeln
Eltern sind sauer: Grundschulkinder müssen zu Hause bleiben
Eltern sind sauer: Grundschulkinder müssen zu Hause bleiben
Eltern sind sauer: Grundschulkinder müssen zu Hause bleiben

Kommentare