Bühne

Fantasy-Schauspiel begeistert Jung und Alt

Der weiße Glücksdrache ist eine der fantastischen Figuren, die im Teo Otto die jungen und alten Zuschauer in ihren Bann zogen. Foto: Doro Siewert
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Der weiße Glücksdrache ist eine der fantastischen Figuren, die im Teo Otto die jungen und alten Zuschauer in ihren Bann zogen.

Das Junge Theater Bonn zeigte „Die unendliche Geschichte“ im Teo Otto Theater.

Von Sabine Naber

Mit dem Fantasy-Schauspiel „Die unendliche Geschichte“ nach dem Roman von Michael Ende begeisterte das Junge Theater Bonn am Sonntagnachmittag Jung und Alt im ausverkauften Teo Otto Theater.

Nebelschwaden ziehen über die märchenhaft anmutende Bühne, als ein Erzähler schildert, dass der Schüler Bastian Balthasar Bux unablässig von seinen Klassenkameraden gemobbt wird. „Psycho“ nennen sie den sensiblen Jungen, der nach dem Tod seiner Mutter allein bei seinem, meist schweigendem Vater lebt. Er flüchtet sich in die Welt der Bücher, landet beim Versuch, sich auf dem Schulweg vor seinen Peinigern zu verstecken, in einem Antiquariat. Dort stößt Bastian auf das Buch„Unendliche Geschichte“. Er lässt es mitgehen und beginnt zu lesen.

Die Zuschauer werden mitgenommen in eine zauberhafte Welt, in der Licht- und Schattenspiele für eine magische Atmosphäre sorgen. Erzählt wird vom Land Phantásien. Immer größere Teile des Landes werden vom Nichts verschlungen, und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, leidet an einer mysteriösen Krankheit, von der sie kein Arzt erlösen kann. Alle Hoffnung liegt auf dem jungen Atréju.

Die Königin hat ihn erwählt, schickt ihn auf eine Reise ins Ungewisse. Merkwürdige Wesen und Tiere begegnen ihm. Tanzende Irrlichter, ein renommierter Orakelforscher – eine temperamentvolle Puppe, die ein Schauspieler herrlich aufgeregt reden und sich bewegen lässt – und allen voran Morla, eine gewaltige Sumpfschildkröte, die fantasievoll aus Menschen, Matten und Decken gestaltet worden war. Und die Atréjus nur äußerst unwillig auf Fragen antwortete. Ganz anders der weiße Glücksdrachen Fuchur, der von einem Schauspieler wunderbar geführt wurde.

Traumhaft schöne Kostüme, sprechende Puppen und Pferde und das Bühnenbild, das in blauem oder purpur farbenem Licht erscheint, unterstreichen das fantasievolle Spiel des gesamten Ensembles.

Atemlos verfolgt Bastian Atréjus unglaubliche Abenteuer. Sein Wunsch, den Bewohnern dieses wunderreichen Landes zu helfen, wird immer stärker. Bis das Buch schließlich Bastians eigene Geschichte zu erzählen scheint. Sollte er tatsächlich das gesuchte Menschenkind sein?

Das Junge Theater Bonn hat Michael Endes Roman in einer neuen Bühnenbearbeitung produziert. An der gelungenen Inszenierung wirken das gesamte Profi-Ensemble, mehrere Puppenspieler sowie professionell angeleitete Kinder mit.

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