Hilfe für Kinder und Eltern

Familienzentren für Grundschulen geplant

Unterstützt bei der Suche: Schulrätin Heike Adolf. Foto: Stadt Remscheid
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Unterstützt bei der Suche: Schulrätin Heike Adolf.
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Für mehr Bildungsgerechtigkeit: Netzwerk soll über die Kitas hinaus erweitert werden. Hier bekommen Mütter und Väter Hilfe. Noch hapert es zu häufig.

Von Andreas Weber

Remscheid. Alt-Remscheid In Remscheid gibt es momentan 20 Familienzentren in Kitas mit 27 beteiligten Einrichtungen. Tendenz: steigend. Die Zentren verteilen sich auf alle Stadtbezirke und Trägerschaften, arbeiten mit unterschiedlichen Einrichtungen wie der Familienbildung, Erziehungs- und Familienberatung, mit Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Schulen und Vereinen zusammen. Familienzentren sollen Müttern und Vätern Hilfestellungen anbieten und vielfältige Hilfen vermitteln.
Zuletzt wurde unter anderem die städtische Kita Paulstraße zu einem Familienzentrum.

Geplant ist, dieses Netzwerk nun auf die Grundschulen auszudehnen. Im Jugendhilfeausschuss (JHA) erläuterte Dezernent Thomas Neuhaus (Grüne), dass die Stadt dabei sei, in Zusammenarbeit mit Schulrätin Heike Adolf geeignete Grundschulen zu finden, die Kapazitäten für ein solches Zentrum und die Zusatzaufgabe haben.

Neuhaus erklärt, dass über allem die „Familienfreundlichkeit“ stehe. Er nennt den Ausbau der Zentren ein „multiprofessionelles Netzwerk zur Prävention, um Kinder und Familien zu unterstützen“.

Anfang 2022 soll das Konzept für Familienzentren an Grundschulen fertig sein

Um die Idee umzusetzen, setzt Remscheid auf finanzielle Unterstützung durch das NRW-Programm „Kinderstark – NRW schafft Chancen“. Neuhaus rechnet mit 91 000 Euro vom Land, zuzüglich eines städtischen Anteils. Mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet die Stadt zurzeit an einem Antrag.

„Wir gehen davon aus, dass das Konzept im ersten Quartal 2022 stehen wird.“ Der JHA beschäftigte sich mit dem Thema, weil ein Antrag von der Wählergruppe „Echt Remscheid“ auf dem Tisch lag, der die Verwaltung auffordert, der „Initiative Familiengrundschulzentren NRW“ beizutreten und eine Absichtserklärung zu unterzeichnen, mit dem Ziel, ein Familiengrundschulzentrum in Remscheid zu etablieren.

Weil die Stadt in ihren Bemühungen schon ein Stück weiter ist, wurde der Antrag vom Ausschuss abgelehnt, inhaltlich aber stimmen die Beteiligten den Unterzeichnern zu. Denn Sebastian Hill und Bettina Stamm von „Echt Remscheid“ sehen in Familiengrundschulzentren eine „große Chance, die Bildungsgerechtigkeit zu verbessern“.

„Wir gehen davon aus, dass das Konzept im ersten Quartal 2022 stehen wird.“

Thomas Neuhaus, Dezernent

Das Konzept werde auf Initiative der Stadt Gelsenkirchen seit 2014 gelebt. „Mittlerweile gibt es über 120 aktive und geplante Standorte in verschiedenen Kommunen in NRW“, erklären die Vertreter der Wählergruppe. Bereits jetzt gäbe es Kooperationen zwischen den 17 Grundschulen und externen Partnern wie der Lebenshilfe.

In der Praxis zeige sich aber, moniert „Echt Remscheid“: „Oftmals sind die Wege lang, die Hemmschwellen zu hoch, so dass nicht alle Eltern und Schüler erreicht werden können.“ Es sei an der Zeit, Schule und Bildung ganzheitlich zu leben, findet die Wählergruppe.
Auch in Wuppertal wird über die „Familiengrundschule“ diskutiert.

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