Musikalisch

Familie Spengler lädt Kinder zum Singen ein

Wenn Anja und Christoph Spengler die Kinderlieder in ihrem heimischen Wohnzimmer einsingen, ist natürlich auch Sohn Florian dabei. Er ist gerade zehn Monate alt geworden. Foto: Spengler
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Wenn Anja und Christoph Spengler die Kinderlieder in ihrem heimischen Wohnzimmer einsingen, ist natürlich auch Sohn Florian dabei. Er ist gerade zehn Monate alt geworden.

Kirchenmusiker lädt in der Corona-Krise Videos bei Youtube hoch

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Wie sagt wohl am Morgen die Katze zum Floh? Hallo! Hallo! Und wie grüßt der Wärter die Affen im Zoo? Hallo, hallo! – Mit diesen und weiteren heiteren Zeilen grüßt Familie Spengler derzeit aus dem heimischen Wohnzimmer. Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler und seine Frau Anja singen regelmäßig neue Kinderlieder für Familien zum Nachsingen und Mitklatschen ein. Sie heißen „Das Flummilied“ oder „Echt elefantastisch“ – und machen einfach Freude. Das sieht man auch dem kleinen Florian (10 Monate) an: Der Nachwuchs ist natürlich bei der Musikaufnahme im privaten Studio dabei.

Die Videos lädt Christoph Spengler bei Youtube hoch. Dort hat er verschiedene Playlists erstellt, mittlerweile sind es 19. Auch auf seiner Facebook-Seite verlinkt er die Videos. „Die Kinder sind ja derzeit zu Hause. Deshalb habe ich mit meiner Frau Lieder aufgenommen, die Eltern mit ihren Kindern daheim singen können.“ Die Resonanz sei groß. „Da kamen ganz süße Mails“, erzählt Spengler. „Ein Kind wollte Florian wohl auf dem Bildschirm streicheln.“ Die Kleinen lernten die einfachen, heiteren Lieder im Handumdrehen. Die Playlist will das musikalische Ehepaar fortlaufend erweitern. „Wir haben auch die Kitas informiert“, erzählt der Kirchenmusikdirektor, der sonst regelmäßig mit seiner Gitarre in Schulen und Kitas unterwegs ist.

Jeden Tag gibt es ein neues „Trostlied“

Die Kinderlieder sind nicht das einzige Projekt der Spenglers, um Hoffnung in Zeiten von Corona zu machen. So gibt es zum Beispiel auch die „Trostlieder“ wie „Anker in der Zeit“ oder auch eine Version von Elton Johns „Can You Feel the Love Tonight“ mit Cellist Johannes Friedrich. Gemeinsam mit einer seiner Studentinnen und seiner Frau habe er bereits vor der Kontaktsperre einige „Trostlieder“ aufgenommen, erzählt Spengler. Jeden Tag werde eines im Internet hochgeladen. 600 Abrufe sprächen für einen großen Bedarf.

Zudem tritt Familie Spengler derzeit regelmäßig vor Seniorenheimen auf – nur mit Gitarre, Stimme und natürlich Florian. Der Kleine ist der heimliche Star bei den Auftritten für Bewohner und Mitarbeiter. Die Spenglers spielen dabei bewusst Volkslieder, die die Senioren aus ihrer Kindheit kennen. „Die Leute sind unendlich dankbar“, freut sich der Musiker. Besonders schön sei es, wenn selbst Demenzkranke bei „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder anderen Liedern mitsängen. Heime könnten die Lieder zudem auf einem USB-Stick erhalten.

Kinderlieder und Volkslieder für Senioren – „Ich möchte den Menschen etwas weitergeben“, sagt der Kirchenmusikdirektor. „Bei allem Schrecklichen, was diese Zeit momentan mit sich bringt, eröffnet sie doch ganz neue Wege und setzt Kreativität frei.“

www.youtube.com/user/christophspengler/

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