Aktion

Fahrradhelm muss richtig auf dem Kopf sitzen

Der Helm muss den richtigen Sitz haben, das vermittelten Verkehrswacht und Polizei bei ihrer Aktion an der Trasse.
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Der Helm muss den richtigen Sitz haben, das vermittelten Verkehrswacht und Polizei bei ihrer Aktion an der Trasse.

Aktion von Polizei und Verkehrswacht bei Bergisch Born.

Von Dela Kirchner

Remscheid. In Bergisch Born bei sommerlichen Temperaturen hatten die Beamten der Polizei sowie die Verkehrswacht am Donnerstag trotz entspannter Stimmung ein ernstes Anliegen: Die gemeinsame Nutzung der Balkantrasse für alle sicherer machen.

Da die Trasse eben nicht nur von Radfahrern, sondern auch von Fußgängern, Skatern und Spaziergängern mit Hunden genutzt wird, ist Rücksichtnahme fast nirgendwo so wichtig wie hier. So lautet der Appell ihr auch schlicht: „Sich selbst ein wenig einbremsen und Rücksicht auf andere nehmen.“ Oder, wie Ulrich Schramm (Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis) es ausdrückt: „Immer auch Verständnis für die anderen Nutzer haben.“

Schramm und sein Kollege Hans-Jörg Holz aus Wuppertal, beide Leiter der Abteilungen Verkehrsunfallprävention, achten an der Trasse noch auf andere Dinge. Sie kommen mit den Radfahrern dank Kaffee und Bananen zur Stärkung schnell ins Gespräch. „Es gibt immer noch genügend Fahrer ohne Helm“, beobachtet Schramm. „Und bei den Übrigen sitzen zwei Drittel der Helme nicht richtig.“

Viele der Angesprochenen sind überrascht, wie der Helm richtig sitzen sollte und welche Verstellmöglichkeiten es gibt. Sein Kollege aus Wuppertal ergänzt: „Ein Umkippen mit dem Rad aus dem Stand genügt, um tödliche Hirnverletzungen zu verursachen.“ Nach jedem Sturz oder Hinfallen des Fahrradhelmes unbedingt einen neuen Helm kaufen. Der Schutz ist nicht mehr gewährleistet.

Weiterhin fällt den Beamten auf, wie viele Fahrräder und Pedelecs nicht den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Sie und die Aktiven der Verkehrswacht beraten vor Ort. Und legen den Gesprächspartnern konkrete Dinge ans Herz: ein Reflektor mehr, die Einstellung des Helms oder ein größerer Abstand beim Fahren in der Gruppe.

„Viele Unfälle gerade mit den leistungsstarken Pedelecs passieren aufgrund mangelnder Erfahrung“, weiß Ulrich Schramm. „Viele unterschätzen, dass die persönliche Eignung für ein Pedelec trotzdem hinsichtlich des Gleichgewichtssinns stimmen muss.“ Und: Ein Pedelec ist mitnichten nur ein Fahrrad, sondern ein Fahrzeug. Technik für mehr Sicherheit macht auch in diesem Bereich nicht Halt: Für Pedelecs gibt es mittlerweile sogar Antiblockiersysteme für die Vorderräder.

Während der Sommerferien wird die Aktion an der Trasse noch sechs Mal wiederholt. Außerdem bietet die Polizei in Wuppertal in den nächsten Wochen jeweils dienstags und donnerstags ein Verkehrssicherheitstraining für Groß und Klein an. Anmeldung:

Verkehrsunfallpraevention.
Wuppertal@polizei.nrw.de.

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