Studium in Honsberg

Fachhochschule startet mit 20 Studierenden

In fünf Jahren sollen es bis zu 1000 sein.

Von Axel Richter

20 Erstsemester haben in dieser Woche ihr Studium in Honsberg aufgenommen. Damit nahm die Rheinische Fachhochschule Köln an ihrer neuen Dependance in Remscheid den Betrieb mit einer überschaubaren Zahl von Studierenden auf. In fünf Jahren sollen es bis zu 50 Mal mehr sein.

500 bis 1000 junge Menschen sollen nach den Vorstellungen der Hochschule und der Stadt Remscheid in Zukunft in der ehemaligen Grundschule Honsberg ihren Studien nachgehen. Der Kanon der Studienfächer soll sich bis dahin erweitert haben. Aktuell stehen Betriebswirtschaftslehr, Wirtschaftsinformatik und Produktionstechnik im Vorlesungsverzeichnis.

CDU fragt: Was, wenn das Geld für den Umbau nicht da ist?

„Das Angebot muss sich zunächst herumsprechen“, hielt Arnd Zimmermann, zuständiger Fachdienstleiter, jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung fest. Mit dem Auftakt zeige man sich in Köln jedoch zufrieden. „Aus Sicht der Hochschule ist das ein normaler Start“, erklärte Zimmermann.

350 000 Euro hat die Stadt bislang in das Gebäude investiert. Das Erdgeschoss der alten Schule wurde erneuert. Weitere 2,3 Millionen sollen folgen - finanziert überwiegend aus Fördertöpfen des Landes. Bei der CDU führte das im Ausschuss zu kritischen Nachfragen. Was, wenn die Zahl der Studierenden tatsächlich wachse, die Hochschule deshalb mehr Platz brauche, die Förderzusage aber ausbleibe, wollte Ratsfraktionschef Jens Nettekoven wissen. Der Stadt fehle das Geld. „Werden wir dann vertragsbrüchig, wenn wir uns den Ausbau nicht leisten können?“

Für Baudezernent Peter Heinze stellt sich die Frage nicht. Im Zweifel müsse die Stadt einspringen – vorbehaltlich, die Politiker stimmen der Investition im Rat zu, Fakt sei allerdings auch: „Das Gebäude steht leer und muss aus Brandschutzgründen ohnehin instand gesetzt werden.“

Wie Heinze warnt auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) davor, das Projekt im Misskredit zu bringen. „Es ist für Remscheid und für Honsberg ein großer Erfolg, die Rheinsche Fachhochschule bekommen zu haben. Sie hat die breite Unterstützung der Remscheider Wirtschaft. Was wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen können, sind Leute, die das kaputt reden.“

Die Rheinische Fachhochschule ist eine gemeinnützige GmbH. Sie erwirtschaftet keine Gewinne. Die 20 Studierenden, die am Montag ihr Studium aufgenommen haben, zahlen eine Studiengebühr von 2800 Euro pro Semester. Bis zum Bachelor werden damit rund 16 800 Euro fällig.

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