„Vape House“

Fachhändler setzt auf Dampfer und Modellbau

Steht unter Dampf: Das „Vape House“ in der Fastenrathstraße mit seinem Chef Robert Tutino (Mitte) und dem Mitarbeiterteam. Foto: Roland Keusch
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Steht unter Dampf: Das „Vape House“ in der Fastenrathstraße mit seinem Chef Robert Tutino (Mitte) und dem Mitarbeiterteam.
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Robert Tutino hat sein Geschäft neu gestaltet und die Aufenthaltsqualität erhöht. Dem Trend zur E-Zigarette wird noch mehr Rechnung getragen.

Von Andreas Weber

Das „Vape House“ an der Fastenrathstraße feiert am Freitag seine Wiedereröffnung. Besitzer Robert Tutino hat mehrere 10 000 Euro in die Hand genommen, um sein Geschäft optisch wie inhaltlich aufzupeppen. Der 38-jährige Remscheider kombiniert auf zwei Etagen zwei Fachhandel: „Dampfer“-Shop mit E-Zigaretten und Modellbauwelt.

Mit letzterer begab er sich vor 13 Jahren in die Selbstständigkeit. Seine Kunden fanden ihn an der Stachelhauser Straße, am Zentralpunkt und seit vier Jahren gegenüber vom Rathaus. 2015 gesellten sich E-Zigaretten dazu. Robert Tutino verknüpfte damit sein eigenes Raucher-Schicksal. „Zuvor hatte ich täglich anderthalb bis zwei Schachteln gequalmt. Dann bin ich auf Liquids für E-Zigaretten umgeschwenkt.“

Bereut hat er das nicht: „Seither rieche und schmecke ich besser und bin vitaler.“ Diese Botschaft gibt er an seine Kundschaft weiter. Tutino verhehlt nicht, dass die E-Zigarette durch das Nikotin einen Schadstoff enthält, aber: „Viele weitere andere Suchtstoffe fallen weg.“ Dampfen statt Rauchen lautet das Motto im „Vape House“. Tutino sieht sich als geschäftlicher Vorreiter einer Alternative, die immer mehr Konsumenten nutzen: „Dampfen ist in den letzten anderthalb Jahren populär geworden.“

Der bundesweit anerkannte Lungen- und Allergie-Facharzt Prof. Dr. Winfried Randerath (Solingen) bestätigt, dass viele E-Zigaretten als Ausstiegshilfe sehen, aber auch noch Tabak rauchen. Jugendliche würden seltener mit Tabak einsteigen, sondern eher mit E-Zigarette und Shisha. Auch wenn es noch keine Langzeitstudien gebe – es seien zum Teil Stoffe beigemischt, die abhängig machen; die Industrie habe ja lange behauptet, Tabakrauchen sei nicht schädlich.

Robert Tutino schätzt: „Ich habe 1500 bis 2000 Kunden rauchfrei bekommen – davon sind mittlerweile nicht wenige sogar dampffrei.“ Das heißt er sieht sein Angebot mit gut 800 Aromen und Geräten als Einstieg zum kompletten Ausstieg. Dampfen sei „die beste Wahl für Menschen, die es nicht direkt schaffen aufzuhören,“ meint Tutino.

E-Zigaretten bedeuten deutliche Ersparnis für den Geldbeutel

Seine Klientel sieht er ausschließlich in ehemaligen Rauchern. „Neueinsteiger sc

MODELLBAUWELT WIRD ENDE MÄRZ WIEDERERÖFFNET

UMBAU Robert Tutino nimmt den großen internen Umbau in der Fastenrathstraße 1 in zwei Abschnitten vor. Das „Vape House“ mit der E-Zigaretten und E-Shishas wird am morgigen Samstag offiziell eingeweiht. Die Modellbauwelt soll kurz vor Ostern wieder ihr Sortiment präsentieren. Sie wird im Untergeschoss angesiedelt, das bislang als Lager diente. 

ÖFFNUNGSZEITEN Das „Vape House“ mit der Modellbauwelt wird montags bis freitags 10 bis 19 Uhr und samstags 10 bis 18 Uhr geöffnet sein; Telefon 4 61 09 67.

hicke ich nach Hause. Selbst wenn Dampfen weniger schädlich ist, führe ich keinen zur Sucht.“ Unter-18-Jährige erhalten bei ihm keine Beratung. Michael Rocholl, für den Onlineshop verantwortlich, fühlt sich ohne Tabak deutlich wohler: „Jeder Dampfer wird bestätigen, dass sich das körperliche Befinden binnen ein paar Wochen extrem verbessert.“ Auch der Geldbeutel werde geschont, nennt Tutino einen weiteren Vorteil: „Ein Raucher gibt zwischen 200 und 300 Euro im Monat aus, ein Durchschnitts-Dampfer 40-80 Euro.“

Sieben Wochen haben Tutino und Team den Laden auf Vordermann gebracht. Am morgigen Samstag (10-18 Uhr) wird die offizielle Wiedereröffnung gefeiert. Die Aufenthaltsqualität wurde nach dem Umbau deutlich erhöht. E-Darts wurde angeschafft, Kicker, eine komfortable Sitzecke mit Kaffeemaschine eingerichtet, Stehtische aufgestellt sowie ein Tresen für Getränkeausschank.

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