Historisches Foto

An welcher Stelle hängt die Weihnachtsbeleuchtung?

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An welcher Stelle hängt die Weihnachtsbeleuchtung?

Das Rätselfoto zeigte die Einmündung Brüder-/Alleestraße mit der Baustelle zur Erweiterung des Amtsgerichts.

Von Andreas Weber

Zwei Gebäude, eine Lösung: die Einmündung Allee-/Brüderstraße. „Das Haus im Vordergrund steht, praktisch unverändert, heute noch. Im Hintergrund sieht man das hohe Gebäude der Fabricius-Klinik“, erkannte Klaus Müller.

Die Einmündung Brüder-/Alleestraße vor über einem halben Jahrhundert.

Die Einmündung ist Müller auch deshalb präsent, weil er gegenüber seine Berufsschule hatte, seine Berufsaufbauschule abends von 1965 bis 1967 und die ersten drei Semester der Staatlichen Ingenieur-Schule 1968 bis 1969. Die Gewerbeschule war 1876 erbaut und 1976 abgebrochen worden. Danach kam an die Stelle die Karl-Kind-Schule.

In der Brüderstraße, schrieb Müller weiter, habe in einer wunderschönen bergischen Villa seine Kinderärztin, Dr. Hertha Ahrens, ihre Praxis gehabt. Bernd Hess denkt an die Fabricius-Klinik zurück, in der er 1950 geboren wurde. „Ich habe das Bild vor 70 Jahren von dieser Einmündung genau vor meinen Augen“, teilte er dem RGA mit. Die Klinik wurde zwischen 1909 und 1911 neben ihrem ursprünglichen Standort erbaut und von Ordensschwestern (Dominikanerinnen in Arenberg) geführt. Heute gehört Fabricius zur Sana-Gruppe.

Im Vordergrund war auf dem Rätselfoto eine Baustelle zu sehen. „Sie zeigt den Umbau des Remscheider Amtsgerichts mit einem Erweiterungsbau und integrierter Tiefgarage“, gibt Dieter Prill an: „Im weiteren Verlauf der Brüderstraße finden sich noch einige schöne alte Häuser von alteingesessenen Unternehmerfamilien sowie die Fabricius-Klinik.“

Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus Brüderstraße 73, davor der Anbau des Amtsgerichts.

Das Amtsgericht wurde 1924 eingeweiht, nachdem an gleicher Stelle das 1858 eingeweihte erste Remscheider Krankenhaus von der „Halbach-Stiftung“ abgerissen worden war, steuert Roland Benscheid bei. Er nimmt auch auf die Fahrzeuge unter die Lupe: „Der Pkw links, eine Isabella und der leichte Lkw wurden von der Bremer Borgward-Gruppe gebaut. Der Hersteller geriet 1960 in finanzielle Schwierigkeiten und brach wenig später zusammen.“

Die Straße wurde nach den ersten Grundstückbesitzern benannt

Helga Wolf verbindet mit der Aufnahme schmerzliche Kriegserinnerungen: „1943 beim Bombenangriff verlor meine Mutter mit uns Kindern ihre Bleibe in der Erdelenstraße. Meine Oma zog in den Keller und meine Mutter bekam eine Wohnung in der Brüderstraße neben dem Stadttheater. Leider verloren wir nach sechs Wochen wieder unser Zuhause.“

Klaus R. Schmidt geht auf den Straßennamen ein. „Die Brüderstraße wurde benannt nach den Brüdern Ernst, Hermann und Julius Koch, den ersten Besitzern von anliegenden Grundstücken und Häusern im 19. Jahrhundert. Julius Koch war neben Carl Hessenbruch, der in der Brüderstraße wohnte, ein Mitbegründer des Remscheider Stadtparks.“ Schmidt richtet seinen Blick auch auf das, was sich hinter den Bäumen auf der gegenüber der beiden Häuser befand: „Ab 1893 war dort das Areal mit Stabeisenlager, Kontor, Wohnhaus und Pferdestall von Gustav und Carl Ibach, die vom Kremenholl stammten und deren weitere Entwicklung als Eisenhandlung Ibach ab 1910 in der Kronprinzenstraße oder Walzwerk Ibach in der Alexanderstraße 1897 beziehungsweise zuletzt in der Tannenstraße als Stahlwerk Ibach vielen bekannt sein dürfte.“

Auch Heinz-Jürgen Schmitz erinnert an die Brüder Koch und teilt mit: „Ab 1907 wurde die Klinik von dem Dominikanerorden geführt. Als Blickpunkt ist auch das prächtige Patrizierhaus des damaligen Eigentümers Doktor Lüps mit dem im Bergischen nicht oft zu findenden Mansardendach zu nennen. Später praktizierte dort die Internistin Dr. Irmhild Buchta.“ Schmitz erwähnt darüber hinaus das vielen Schülern bekannte Schreibwarengeschäft C-W Jacke an der Ecke Gewerbeschulstraße/Allee.

Weitere richtige Zuschriften kamen von Helmut Schucht, Ernst Erdmann, Michael Müller, Ulrich Hager.

Neues RGA-Bilderrätsel

Durch die Weihnachtsfeiertage haben sich Auflösung und das neue RGA-Bilderrätsel verschoben. Heute geht es weiter. Auf unserem Foto aus dem Jahr 1971 ist Weihnachten jedoch noch präsent. An welcher Stelle hängt die Weihnachtsbeleuchtung? 

Schicken Sie die Lösung des RGA-Rätsels bis Freitagmittag, 1. Januar (12 Uhr), per E-Mail oder Post, gerne mit Ihren persönlichen Anekdoten angereichert, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid. redaktion@rga-online.de

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