Familienzeit

Flüssig oder fest? Das ist hier die Schleim-Frage

Schon beim Vermischen wirst du merken, dass sich das Gemisch ganz schön eigenartig verhält. Anschließend geht‘s ans Untersuchen: Forme zum Beispiel eine Kugel und lasse sie auf deiner Hand liegen. Fotos: Anna Kätker
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Schon beim Vermischen wirst du merken, dass sich das Gemisch ganz schön eigenartig verhält. Anschließend geht‘s ans Untersuchen: Forme zum Beispiel eine Kugel und lasse sie auf deiner Hand liegen.
  • Melissa Wienzek
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In Zusammenarbeit mit dem RöLab stellt der RGA Experimente für zu Hause vor – Heute geht es um eine merkwürdige Suspension.

Von Melissa Wienzek und Anna Kätker

Remscheid. Mit den Händen matschen macht Spaß. Und wenn dann noch Schleim im Spiel ist – perfekt. Heute präsentieren wir euch ein interessantes Experiment, für das ihr gar nicht viel braucht. Bei „Fest oder flüssig?“ werdet ihr sicher staunen. Führe unsere Experimente bitte immer unter Aufsicht eines Erwachsenen durch.

Für dieses Experiment benötigst du:

Schale

Messbecher

Waage

400 g Speisestärke

Wasser

Zeitungspapier

Holzlöffel

Murmel

Forme eine Kugel.

Und los geht’s: Lege zunächst ein wenig Zeitungspapier aus, damit du die Arbeitsfläche später nicht zu sehr verdreckst. Dafür eignet sich gut der ausgelesene RGA von gestern. Vermische dann mit einem Holzlöffel 400 g Speisestärke mit 260 ml Wasser in der Schale. Das Verhältnis muss etwa 3:2 sein – du kannst also auch mehr oder weniger von dem „Schleim“ herstellen. Schon beim Vermischen wirst du feststellen, dass sich dieses Gemisch ganz schön eigenartig verhält – und du brauchst ein wenig Geduld, bis eine einheitliche Masse entsteht. Jetzt kannst du mit dem Untersuchen loslegen: Tauche zum Beispiel deinen Finger ein, mit mehr oder weniger Druck, schneller oder langsamer. Schlage mit dem Holzlöffel oder mit der Faust drauf! Lasse eine Murmel in die Schüssel fallen. Du kannst auch eine Kugel aus dem Schleim formen und sie einige Sekunden auf deiner flachen Hand liegen lassen. Na, was beobachtest du?

Tipp von Anna: Du kannst das übrigens auch in XXL machen und über den Schleim sogar laufen! Schreib uns, falls du weitere tolle Ideen beim Experimentieren hattest. Achtung! Das Gemisch nicht in die Toilette oder ins Waschbecken kippen, es besteht Verstopfungsgefahr. Besser in den Mülleimer.

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Erklärung: Du hast sicher beobachtet, dass das Gemisch umso fester wurde, je mehr Druck du ausgeübt hast. Wasser und Stärke bilden eine sogenannte „Suspension“,, das bedeutet in diesem Fall, dass die Stärkekörner von dem Wasser umspült werden, sich aber nicht im Wasser auflösen. Bei plötzlichem Druck verhaken sich diese Stärkekörner jedoch, und das Gemisch wird fest. Wenn du nur langsam ohne großen Druck mit den Fingern hindurchfährst, wirkt das Wasser aber als Schmierfilm, und das Gemisch ist flüssig. Du hast sicher schon mal von Isaac Newton (1634-1727) und seinem berühmten Apfel gehört. Er war ein englischer Wissenschaftler und hat neben der Schwerkraft auch Flüssigkeiten auf ihre Eigenschaften hin untersucht. Solch ein Gemisch, wie du es hergestellt hast, wurde nach ihm benannt: „Nicht-Newtonsche Flüssigkeit“.

Das RöLab

Das RöLab ist ein Schülerlabor für alle Altersstufen im Deutschen Röntgen-Museum. Kinder und Jugendliche können selbst experimentieren – unter der Aufsicht von Anna Kätker. Es gibt Kurse für Grundschüler bis zur Oberstufe. Das RöLab hat sogar vier Schulröntgengeräte. Übrigens hat das Museum auch einen Youtube- und Instagramkanal.

Julian und Lea hatten eine pfiffige Idee

Gemeinsam mit Oma und Opa führten Lea und Julian (beide 7) aus Rade das Ei- und das Hefeballon-Experiment durch.

-mw- Heute schreibt die Großmama: RGA-Leserin Gabriele Haldenwang. „Ich bin ganz begeistert von Ihrer Serie im RGA. So habe ich die Zeitungen gesammelt, und als unsere Enkel übers Wochenende bei uns waren, haben wir die Versuche durchgeführt“, erzählt sie. Das Experiment mit dem Ei habe zu großem Erstaunen bei Oma, Opa, Julian und Lea (beide 7) geführt. „Die Frage war: Wie bekommen wir das Ei wieder aus der Flasche? Die Kinder hatten dann die Idee, die Flasche mit der Öffnung nach unten wieder in das warme Wasser zu halten – und es hat geklappt, das Ei zog sich wieder aus der Flasche.“

Das Experiment mit der Hefe sei den Radevormwaldern aber nicht eindrücklich genug gewesen. „Wir haben es dann nochmals mit der doppelten Menge Hefe und einer kleineren Flasche versucht. Dann wurde es eindrücklich. Der Luftballon füllte sich und die Hefe füllte die gesamte Flasche aus“, berichtet Haldenwang. „Nach einiger Zeit habe ich den Ballon entfernt, was dazu führte, dass die Hefe explosionsartig aus der Flasche schoss. Sehr zur Freude der Kinder. Ich durfte dann die Küche putzen.“

Lea und Julian besuchen die Grundschule in Radevormwald-Bergerhof. Gemeinsam mit Oma und Opa hatten sie viel Spaß beim Experimentieren. „Ich freue mich schon auf weitere Experimente“, schreibt Gabriele Haldenwang.

Schreibt uns: Wir möchten wissen, welche Erfahrungen ihr mit unseren Experimenten macht. Schreibt uns gerne eine E-Mail mit allen Kontaktdaten: melissa.wienzek@rga.de

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