Bei Expedition ins All oder einer Ballonfahrt: Taktiker und Strategen haben ihre Freude

Die Inseln im Nebel fordern den Strategen.
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Die Inseln im Nebel fordern den Strategen.

Experte Bernhard Meier stellt zwei Gesellschaftsspiele vor

Gesellschaftsspiele sind in Coronazeiten vielfach entdeckt worden. RGA-Spieleexperte Bernhard Meier gibt zwei Tipps:

Die Inseln im Nebel Die Spieler erkunden im eigenen Ballon ihre Insel, die bis auf die Küstengebiete im Nebel liegt, und machen verborgene Felder durch Auslegen von Landschaftsplättchen sichtbar. Zum Rundenstart werden neue Plättchen auf Wolken bereitgelegt. Ein Richtungswürfel legt die Flugrichtung der Runde fest, ein Bonuswürfel bringt allen Ballonfahrern einen Vorteil. Bei der Fahrt nutzt jeder möglichst den in der laufenden Runde herrschenden Wind und die Reichweiten-Vorgabe des Feldes, auf dem sein Zug beginnt.

Die Piloten fliegen nacheinander (setzen oft Energie ein, um Zugweite oder gar die Flugrichtung zu ändern), wählen nach der Landung alle Plättchen einer Wolke und entscheiden, ob sie diese aufs eigene Okular (Tableau) legen oder in Energie umwandeln. Zum Abschluss legt jeder Ballonfahrer beliebig viele Plättchen seines Okulars auf freie Felder um sein Landefeld aus. So entsteht nach und nach die eigene Insellandschaft. Das Spiel endet, wenn ein Spieler alle sechs Küstenlandschaften mit der Mitte seines Eilandes verbunden hat. Siegpunkte gibt es für Plättchen, die mit passenden Küsten verbunden sind, integrierte Städte und die Mehrheit an platzierten Monumenten.

Fazit: ein gelungenes strategisches Legespiel mit verständlicher Regel und stimmiger Ausstattung.

„Die Inseln im Nebel“ von Schmidt-Spiele für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahren

Kassiopeia Die Menschheit ist auf dem Weg ins ferne All. Im Sternbild Kassiopeia werden Systeme mit geeigneten Planeten zur Besiedelung entdeckt. Jeder Spieler führt eine Expedition, welche sieben Planeten eines Systems terraformen soll, um diese für Menschen vorzubereiten. Die Planeten (Karten) seines Systems liegen vor dem Spieler in Reihe aus, wobei jede Karte die Terraforming-Kosten des rechten Nachbarplaneten vorgibt und das Logistik-Zentrum (Erde oder Mars) zeigt, das für den Planeten zustän-dig ist. Gehört die Mehrheit der eigenen Planeten zum gerade aktiven Zentrum, bringt dies Boni bei den Aktionen.

Am Zug, wählt der Spieler zunächst einen Spezialisten (Karte) aus, der ihn mit Sonderfähigkeiten unterstützt, nutzt diese oder kauft eine der notwendigen Terraforming-Ressourcen (Bots, Energielinsen, Zellkulturen). Anschließend hat er die Möglichkeit, einen Planeten seines Systems zu terraformen. Der veränderte Planet wechselt dabei das Logistik-Zentrum und schaltet einen Effekt frei, der ab sofort nutzbar ist. Wer zuerst alle Planeten seines Systems terraformt hat, gewinnt.

Fazit: ein kartengesteuertes, recht abstraktes Wirtschaftsspiel mit taktischen Aspekten, die vor allem bei höherer Spielerzahl zur Geltung kommen.

„Kassiopeia“ von Hobby World/Kobold Spieleverlag für 2 bis 5 Spieler ab 12 Jahren

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