Gründerschmiede

Escape-Room in Remscheid: Mit dem richtigen Code gelingt die Flucht

Jonas Grimberg freut sich über die guten Besucherzahlen in den ersten vier Wochen und plant schon eine Erweiterung. Foto: Michael Schütz
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Jonas Grimberg freut sich über die guten Besucherzahlen in den ersten vier Wochen und plant schon eine Erweiterung.

Die Eventagentur Kottenritter hat in der Gründerschmiede einen Escape-Room eröffnet. Nach vier Wochen sind die Kottenritter mit dem Besucheraufkommen mehr als zufrieden.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die Geschichte der Escape-Spiele begann Anfang der 2000er Jahre in Japan, als der Spieleerfinder Toshimitsu Takagi das Spiel „Crimson Room“ auf den Markt brachte. Durch den überaus großen Erfolg des Spiels war es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Spieleformat auch live erlebbar gemacht wurde. Der erste Escape Room entstand 2007, ebenfalls in Japan.

Das Spielprinzip, bei dem die Agierenden in einem scheinbar ausbruchsicheren Raum gefangen gehalten werden und durch Lösen verschiedener Rätsel den Raum verlassen können, faszinierte drei junge Männer aus Remscheid. Christian Breitenborn, Marc Rüger sowie Jonas Grimberg gründeten die Event-Agentur Kottenritter, mieteten Räumlichkeiten in der Gründerschmiede an der Hindenburgstraße und begannen, einen Escape-Room zu gestalten.

„Als wir das Prinzip kennen lernten, haben wir sofort gesagt: Das ist kreativ, das schränkt uns nicht ein, das setzen wir um. Eigentlich wollten wir im Dezember 2020 öffnen“, erzählt Jonas Grimberg, „aber durch Corona war das erst verspätet möglich.“

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Am 12. Juni öffnete sich zum ersten Mal die Eingangstür zum „RSCAPE-Room“. Und nach den ersten Eindrücken ist das Remscheider Konzept des Spiels sehr gut umgesetzt worden. Wichtig war für das Trio ein lokales Thema, das der Geschichte den Hintergrund verleiht: Einer Remscheider Werkzeugfabrik wurde der Prototyp eines innovativen Werkzeuges gestohlen. Man vermutet den Verbleib des Diebesguts bei der Konkurrenz. Um den Prototypen aufzuspüren, werden die Spielenden als Putzkolonne verkleidet beim verdächtigen Unternehmen eingeschleust und versuchen nun dort, das gestohlene Werkzeug zu finden.

Für dieses schwierige Unterfangen werden die Suchenden für eine Stunde in die Umkleide des fremden Unternehmens „eingesperrt“. In dieser Zeit soll der Prototyp gefunden werden. Die Umkleideräumlichkeiten verbreiten den Charme einer mittelständischen Fabrik. Eine Garderobe ist zu sehen, an der zwei Kittel hängen, zwei Spinde stehen da, von anscheinend mehr als soliden Schlössern gesichert.

Und eben diese Schlösser spielen eine wichtige Rolle bei der Aufgabe, den Raum innerhalb einer Stunde mit dem gestohlenen Werkzeug verlassen zu können. Um die Schlösser zu öffnen, benötigt man einen Code. Und den zu finden, ist die Aufgabe der Spielenden.

„Natürlich sind die Spielenden nie wirklich eingesperrt.“

Jonas Grimberg

Jonas Grimberg mag nicht viel verraten, aber eine der zu findenden Zahlen zeigt er dann doch: eine 7. Andere Zahlen sind schwieriger und nur mit einer größeren Portion an Logik, Glück und handwerklichem Geschick zu entdecken. Da mag eine Straßenkarte, ein Stadtplan oder ein Sicherungskasten eine Rolle spielen. Fest steht: Hat man den Code für die beiden Vorhangschlösser beisammen, wird etwas im Raum geschehen.

„Natürlich sind die Spielenden nie wirklich eingesperrt“, berichtet Grimberg. „Wir als Spielleiter stehen den Suchenden auch immer zur Seite und haben Möglichkeiten, den Verlauf des Spiels optisch und akustisch zu beobachten. Wenn sich herausstellt, dass der Ansatz der Spielenden in die falsche Richtung geht, dann greifen wir auch schonmal korrigierend ein. Aber natürlich kommt es auch vor, dass das Spiel in der geforderten Zeit nicht gelöst wird. Dann kommt die Security und wirft die Spieler raus.“ Grimberg lächelt wissend, als ob er mehr dazu wüsste, was gewiss auch stimmt.

Nach vier Wochen sind die Kottenritter mit dem Besucheraufkommen mehr als zufrieden. „Am Wochenende waren wir ausgebucht“, sagt Jonas Grimberg. „Und wir planen, uns auszuweiten.“

RSCAPE-Room

Alles zum Remscheider RSCAPE-Room, wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise, was man beim Besuch beachten und mitbringen sollte bzw. muss und welche Regeln von den Spielenden einzuhalten sind, erfährt man auf der Internetseite.

Rscape.de

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