Glasfaseranbindung

Schnelles Internet: Erste Schulen gehen ans Netz

Am Netz: Frank Schmidt (v. l., Telekom), Nina Holthaus (Eisernstein), Thomas Giebisch (Leibniz), Christian Marré.
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Am Netz: Frank Schmidt (v. l., Telekom), Nina Holthaus (Eisernstein), Thomas Giebisch (Leibniz), Christian Marré.
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Leibniz und Eisernstein erhalten schnelle Glasfaseranbindung.

Von Andreas Weber

Remscheid. Was lange währt. Die ersten Schulen in Remscheid sind ans schnelle Internet angeschlossen. Am Montag erhielt das Schulzentrum Klausen Glasfaser. Das Leibniz-Gymnasium und die Grundschule Eisernstein sind mit sogenannten Telekom@School-Anschlüssen versorgt und können nun mit jeweils 1000 Megabit/Sekunde ins Internet. Aufgrund seiner Schülerzahl wurde das Leibnitz mit zwei Anschlüssen für pädagogische Zwecke versehen. Per Knopfdruck startete Christian Marré, Gigabit-Koordinator bei der Stadt, bei einem Pressetermin das neue Zeitalter.

Nach einer einjährigen Verzögerung und schleppendem Ausbau gibt die Telekom mittlerweile flächendeckend Gas. Konzernbeauftragter Frank Schmidt versicherte: „Für uns hat die Anbindung von Schulen mit Glasfaser Priorität.“ Weitere 12 Schulen sind ähnlich weit wie Leibniz und Eisernstein. 12 sind zwar im Tiefbau fertig, aber noch ohne Hauptkabelanbindung; in 16 ist der Tiefbau abgeschlossen, jedoch kein Glasfaser vorhanden. In vier Schulen (Adolf-Clarenbach, Dörpfeld, Nelson-Mandela und EMMA) ist noch gar nichts passiert. Schmidt versprach aber, dass die meisten Schulen bis nach den Sommerferien fertiggestellt werden, der Rest bis Ende 2022 erfolgt.

OB Burkhard Mast-Weisz räumte ein, dass zwar ein wichtiger, aber nur der erste Schritt getan sei. „Wir sind noch nicht an Schmitz Backes vorbei.“ Jetzt muss für den Support gesorgt werden und der Innenausbau mit Technik wie Wlan erfolgen. Fünf Millionen Euro aus dem Digitalpakt stehen dafür in Remscheid zur Verfügung. Es hapert jedoch an greifbaren Fachfirmen. Der Anbietermarkt ist leergefegt. Wenn alle Schulen Ende 2022 am Netz sind, sollen 2023/24 die restlichen Voraussetzungen für das digitale Klassenzimmer erfüllt werden. Probleme wie an anderen Schulen gibt es am Leibniz nicht. „Wir sind gut ausgestattet“, erklärte Leiter Thomas Giebisch. „90 Prozent aller Klassenräume sind bereits heute mit schnellem Internet erreichbar.“

Neben den Schulen läuft der Ausbau durch die Telekom in Haushalten (6379) wie Gewerbebetrieben (769) seit August 2019 in Remscheid, zwei Drittel der Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen. Im August 2023 soll alles fertig sein.

Standpunkt von Andreas Weber: Nur ein Etappenziel

andreas.weber@rga.de

Die Nachricht aus Lüttringhausen, dass das erste kleine Etappenziel beim Glasfaserausbau erreicht ist, sorgt trotz aller Beteuerungen, dass Stadt und Telekom sich nach geharnischtem Schriftverkehr am Ende zusammengerauft haben, nicht für Überschwang. Das liegt nicht nur an der zeitlichen Verzögerung, sondern daran, dass die satten PS, die an Schulgebäuden warten, auch in die Klassenzimmer gebracht werden müssen.

Corona hat zwar klargemacht, wie unerlässlich digitale Ausstattung für Schüler und Lehrer mittlerweile ist, aber drinnen fehlen die technischen Voraussetzungen noch. So schnell wird es sie auch nicht geben. Das Fördergeld ist zwar da, aber niemand, der die Installation übernimmt. Deshalb müssen sich viele Schulen noch ein, zwei weitere Jahre gedulden, bis Handys, Laptops und Tablets im Unterricht voll ihren Zweck erfüllen. Eine lange Zeit angesichts einer Technik, die auf rasante Geschwindigkeit setzt.

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