Online-Umfrage

Uni erforscht Remscheid mit weiterem Projekt

Thomas Neuhaus (r.) testet die Online-Umfrage mit seinem Smartphone. Anne Volkmann von der TU Dortmund steht ihm dabei zur Seite. Foto: Lara Hunt
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Thomas Neuhaus (r.) testet die Online-Umfrage mit seinem Smartphone. Anne Volkmann von der TU Dortmund steht ihm dabei zur Seite.
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Mit einer Online-Umfrage wollen Wissenschaftler der TU Dortmund die Lebenschancen im Quartier ergründen.

Von Lara Hunt

Remscheid scheint gute Chancen zu haben, das neue Lieblingsforschungsgebiet der Technischen Universität (TU) Dortmund zu werden. Das Quartiersforschungsprojekt „Modellhafte Strategien zur integrierten und kultursensiblen Bestandsentwicklung“ (Mosaik) ist noch im Gange. Hier geht es im Kern darum, herauszufinden, warum Multikulti hier so gut und konfliktarm funktioniert.

Jetzt haben sich weitere Forscher an Mosaik drangehängt und das Projekt „Lebenschancen im Quartier“ entwickelt, das in Remscheid getestet werden soll. Ab heute können Remscheider im Internet an einer Umfrage teilnehmen, mit der die Wissenschaftler herausfinden wollen, welche Teile Remscheids beliebt sind und welche von den Bewohnern gemieden werden.

„Der Schwerpunkt liegt auf dem Rosenhügel und dem Hasenberg“, erklärt Anne Volkmann von der TU Dortmund. Teilnehmen können an der Studie aber alle Bewohner Remscheids.

Die Studie selbst besteht aus zwei Teilen. Derzeit sind die Forscher im Rosenhügel und auf dem Hasenberg unterwegs und führen dort Interviews mit Menschen, die dort Leben. „Das passiert in der Regel bei den Menschen zuhause als Gespräch“, sagt Volkmann. Dabei wird versucht herauszufinden, was das Quartier lebenswert macht und was weniger, wie der Alltag aussieht, welche Ziele und Bedürfnisse die Bewohner haben.

Neuhaus: Wer mitmacht, gestaltet sein Umfeld mit

Der zweite Teil ist die Online-Umfrage, bei der die Forscher ein neues Verfahren anwenden. Entwickelt wurde sie zusammen mit Informatikern der TU. Anstelle von einfachen Fragen und Antwortmöglichkeiten bekommt der Teilnehmer auch Karten seines Stadtteils zu sehen, auf denen er die Orte markieren kann, die er gerne besucht – und die, von denen er sich lieber fernhält. Zusätzlich kann der Teilnehmer angeben, warum er die Orte mag und warum nicht. 10 bis 15 Minuten soll die Umfrage dauern. „Man kann sich aber, wenn man Spaß daran hat, auch sehr ausführlich damit beschäftigen“, sagt Volkmann. Sie hofft, dass die Teilnehmerzahl zumindest dreistellig wird. „Wir freuen uns aber natürlich über jeden, der es in die Nähe des vierstelligen Bereichs bringt.“

Auch Sozialdezernent Thomas Neuhaus hofft auf rege Beteiligung. „Wer mitmacht, macht das nicht nur aus Jux und Dollerei. Oder, um der Wissenschaft zu dienen“, stellt er klar. Denn die Ergebnisse – im Juni oder Juli kommenden Jahres sollen sie vorliegen – dienen auch der Stadtentwicklung. Sie werden an das Projekt Mosaik und an die Stadt weitergegeben.

Neuhaus hofft, dass sich daraus wiederum konkrete Handlungsempfehlungen herleiten lassen. Wo läuft es gut? Wo muss nachgebessert werden? Die Umfrage könnte Antworten bringen. „Jeder, der mitmacht, gestaltet auch sein Umfeld mit“, wirbt der Sozialdezernent.

Die Umfrage ist im Internet zu finden, zusätzlich werden Flyer verteilt. Und im Büro am Markt 13 steht ein Computer bereit, an dem sie beantwortet werden kann.

www-quartiersforschung-remscheid.de/umfrage

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