Wirtschaft

Umzug der Firma Dönges in Wermelskirchener Neubau liegt im Zeitplan

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Während die Bauarbeiten in Wermelskirchen laufen sucht Geschäftsführer Ken Schmidt  Mieter für den bisherigen Firmensitz.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Der Neubau der Firma Dönges in Wermelskirchen gehe wie geplant voran, berichtet Geschäftsführer Ken Schmidt.

Von Sven Schlickowey

„Wir wollen im November mit dem Umzug beginnen und ihn spätestens im Januar abgeschlossen haben.“ Damit verliert Remscheid ein überaus erfolgreiches Unternehmen. Einziger kleiner Trost: Das bisherige Firmengebäude im Gewerbegebiet Jägerwald wird vermutlich nicht allzu lange leer stehen.

Die Immobilie soll vermietet werden, sagt Schmidt: „Vor Corona waren wir in sehr, sehr guten Gesprächen mit mehreren Interessenten.“ Das Virus habe die Verhandlungen zwar ausgebremst, Interesse an solchen Objekten gebe es grundsätzlich aber genug: „Ich bin guter Hoffnung, dass in den nächsten zwei Monaten ein neuer Mieter feststeht.“

„Beim Büro haben wir die drei- bis vierfache Fläche, die Lagerfläche wird nahezu verdoppelt.“
Ken Schmidt, Geschäftsführer

Die Traditionsfirma Dönges, bald 120 Jahre alt, und ihr Schwester-Unternehmen Wetec verkaufen Werkzeuge, Maschinen und andere Materialien an Unternehmen und Behörden wie Feuerwehren und die Bundeswehr.

Geschäftsführer Ken Schmidt

Und das überaus erfolgreich. Das Wachstum war schon vor Jahren so groß, dass der bisherige Firmensitz zu klein wurde und die Firma weitere Flächen im Stadtgebiet anmieten musste.

„Wir hatten zum damaligen Zeitpunkt auch keine Aussicht auf ein ausreichend großes Grundstück“, erinnert sich Ken Schmidt. Also habe man sich für den Umzug in die Nachbarstadt entschieden. Auch, um dort die derzeit drei Unternehmensbereiche wieder zusammen zu führen.

Das Grundstück direkt an der A1 sei nahezu ideal, so Schmidt. Und der Neubau, der dort entsteht, biete den notwendigen Platz. „Beim Büro haben wir die drei- bis vierfache Fläche, die Lagerfläche wird nahezu verdoppelt.“ Zudem gebe es noch jede Menge Potenzial, sich zu erweitern: „Hinten hätten wir noch Platz für ein 24 Meter hohes vollautomatisches Hochregallager.“

Von außen betrachtet sei das neue Gebäude fast fertig, sagt Ken Schmidt. Derzeit werde vor allem drinnen gearbeitet.

Der bisherige Firmensitz.

„Deswegen ist das Risiko, dass beim Zeitplan noch irgendwas schief geht, gering.“ Nur der Kreisverkehr vor dem neuen Firmensitz müsse noch gebaut werden. Und die Außenwerbung am Gebäude muss noch mit dem Landesbetrieb Straßen-NRW abgestimmt werden. Schließlich sollen die Fahrer auf der Autobahn nicht ablenkt werden.

Im Gebäude plant Dönges mit modernster Technik, vor allem im Lager. Dort soll ein System namens „AutoStore“ zum Einsatz kommen, das schon ganz ähnlich beim Bürobedarf-Händler Soennecken in Overath eingesetzt wird. Dabei suchen Roboter vollautomatisch Kleinteile für Bestellungen zusammen. Das spart nicht nur Zeit und Arbeitskraft, sondern auch Platz. Und es kann, wenn die Artikelzahl weiter steigt, nahezu beliebig skaliert werden.

Geplant sei es, während der Umzugsphase die Standorte in Remscheid und Wermelskirchen zeitweise parallel zu betreiben, bestätigt Ken Schmidt. Noch sei auch nicht geklärt, ob die Büroarbeitsplätze vor oder nach dem Lager umziehen: „Wir wollen das flexibel halten.“ Egal wie, am Ende werden über 100 Arbeitsplätze die Stadt Remscheid verlassen haben.

Die 1903 als Feilen- und Raspel-Hersteller gegründete heutige Dönges GmbH & Co. KG und das Schwester-Unternehmen Wetec haben mehr als 100 000 verschiedene Artikel im Angebot. Bereits seit 1979 beliefert man die Bundeswehr und das Innenministerium, die Telekom schon seit über 45 Jahren.

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