Tierwelt

Erdmännchen-Junges Pebbles holt auf

„Pebbles“ wurde fünf Tage lang mit Babymilch aufgepäppelt. Fotos: Josefine Busekroos, Christian Beier
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„Pebbles“ wurde fünf Tage lang mit Babymilch aufgepäppelt.

Fünf Tage lang wurde das Jungtier mit Babymilch gefüttert – Jetzt fällt es nur noch durch seine geringere Größe auf.

Von Alexandra Dulinski

„Pebbles“ heißt das kleine Flauschknäuel, das auf der Erdmännchen-Anlage in der Fauna herumtollt. Seine Mutter sitzt erhöht unter einer Wärmelampe und überwacht das Geschehen, hält Ausschau nach Greifvögeln. So aktiv war die vier Wochen alte Pebbles aber nicht immer. Denn hinter ihren drei Geschwistern hing sie anfangs stark zurück.

„Sie war von Anfang an kleiner als die anderen. Während die anderen schon herumgerannt sind, kam sie kaum aus dem Erdloch heraus“, berichtet Linda Bunzenthal, zoologische Leiterin des Solinger Tierparks.

Derweil lebt Erdmännchen-Senior Eddy von der Gruppe getrennt.

Die Mutter habe sie zwischenzeitlich sogar vergessen. Also musste schnell eine Lösung her. Sobald sich Pebbles aus einem der Erdlöcher gewagt hatte, wurde sie eingefangen und aufgepäppelt – daher stammt auch ihr Name.

Etwa fünf Tage lang haben die Fauna-Mitarbeiter das Erdmännchen zwei bis drei Mal am Tag mit Babymilch aus einer Spritze gefüttert und auf eine Wärmflasche gesetzt. Das habe wunderbar geklappt, berichtet Bunzenthal: „Nach dem ersten Mal hatte Pebbles schon wieder Kraft.“ Anschließend wurde das Jungtier mit Streu abgerieben, um den Menschengeruch zu überdecken. Denn sobald ein Artgenosse anders rieche, werde er von der Erdmännchen-Kolonie verstoßen. Mittlerweile kann Pebbles aber schon selbstständig Nahrung suchen und fällt nur noch durch ihre geringere Größe auf.

Der Nachwuchs rund um Pebbles sei schon der fünfte Wurf seit dem letzten Herbst, berichtet Bunzenthal. Etwa alle drei Monate bekommen die Erdmännchen Nachwuchs, der an andere Zoos abgegeben wird.

Erdmännchen-Senior Eddy wird derweil allein gehalten. Der 13-Jährige wäre von der Gruppe nicht aufgenommen worden, die erst vor zwei Jahren neu in der Fauna zusammengestellt wurde. Er fühle sich alleine aber sehr wohl.

Linda Bunzenthal, zoologische Leiterin der Fauna.

Nebenan bei den Bennett-Kängurus können sich die Besucher der Fauna bald ebenfalls auf Nachwuchs freuen. Linda Bunzenthal gibt dem Albino-Weibchen noch etwa einen Monat, bis das Jungtier den Beutel verlassen wird.

Ebenfalls freuen können sich die Fauna-Gänger auf neue Terrarien und eine Ameisenstraße. Da zurzeit alle Tierhäuser coronabedingt geschlossen bleiben, nutzen die Mitarbeiter die Zeit für Umbauten. Die Terrarien erhalten neue Scheiben und werden mit neuen Aufbauten, Felsen und Beleuchtung ausgestattet, berichtet Linda Bunzenthal.

Blattschneiderameisen kultivieren einen Pilz

So ist auch die Ameisenstraße vor etwa zwei Wochen neu entstanden, die sich 15 Meter über Äste zieht und über den Terrarien herführt. In einem eigenen Terrarium kultivieren etwa eine Million Blattschneiderameisen einen Pilz. Die ehemalige Nasenbärenanlage stehe ebenfalls in den Startlöchern zur Umgestaltung in eine Otteranlage.

Während der sechswöchigen Schließung in der Corona-Hochphase, habe die Fauna viele Spenden erhalten. „Die Besucherzahlen sind sehr gut“, sagt Bunzenthal. Viele Menschen seien nicht in den Urlaub gefahren, sondern hätten stattdessen eine Tier-Patenschaft abgeschlossen.

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