Entscheidung über Weihnachtstreff fällt nächste Woche

Thomas O. Schmittkamp (l.) zeichnete Bernd Flüß für sein Engagement um die Beleuchtung des Kirchturms der Lenneper Stadtkirche aus. Foto: Roland Keusch
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Thomas O. Schmittkamp (l.) zeichnete Bernd Flüß für sein Engagement um die Beleuchtung des Kirchturms der Lenneper Stadtkirche aus.

Lennep Offensiv: Goldene Ehrennadel für Bernd Flüß – Verein ist hin- und hergerissen zwischen Herz und Verstand

Von Elisabeth Erbe

Lennep Der Verein Lennep Offensiv traf sich am Donnerstagabend zum Stammtisch in der Lenneper Altstadt. Zu Beginn erhielt Vereinsmitglied Bernd Flüß die goldene Ehrennadel und eine Urkunde für sein besonderes Engagement. Er kümmert sich seit Jahren um die Turm-Beleuchtung der evangelischen Stadtkirche.

Trotz Wartungsarbeiten sind im Herbst über 50 Prozent der Lichter ausgefallen. „Panik ist ausgebrochen“, stellte Vereinsvorsitzender Thomas O. Schmittkamp fest. Bernd Flüß reparierte daraufhin die Lichterschläuche. „Man freut sich ja selber, wenn man nach Lennep reinkommt und der Turm ist an“, meinte er bescheiden.

Seit 2011 kümmert sich der Verein „Lenneper Lichter“ um die Finanzierung aller Wartungs- und Reparaturarbeiten der Lichter. „Der Turm finanziert sich zu 100 Prozent über Spenden, und wir sind durch Bernd in der glücklichen Lage, dass wir ihn haben“, lobte Schmittkamp.

Der diesjährige Weihnachtstreff stand als nächstes Thema auf der Agenda. „Wir haben durch die Coronaschutzverordnung die 2G-Regelung. Man muss sich die Frage stellen, ob es schlicht ungeachtet aller Vorschriften, vernünftig ist, den Weihnachtstreff durchzuführen“, sagte Schmittkamp. Knapp 30 Vereinsmitglieder und Beschicker diskutierten zwei Stunden lang, ob der Weihnachtstreff sinnvoll wäre. Noch hat keiner der Beschicker abgesagt. Nach aktuellem Stand wird der Weihnachtstreff stattfinden. „2G ist zwingend“, hieß es, „aber es ist vernünftig, abzuwarten, denn die Zahlen ändern sich ständig.“

Schmittkamp hat die Sorge, dass eine kurzfristige Absage des Weihnachtstreffs zu Frust führen könnte, da die Beschicker im Vorfeld schon Vorbereitungen und Einkäufe erledigen müssten. „Es geht darum, eine Verlässlichkeit für die Beschicker darzustellen“, wünschte sich Gunther Brockmann und schlug eine 2G-Plus Regelung vor, „dann könnte die Veranstaltung stattfinden“. Schmittkamp erwiderte, dass der Verein nicht die Man-Power hätte, Zugangskontrollen einzurichten.

Plan B wäre ein Weihnachtstreff ohne Buden, nur Glühwein und Bratwurst und nur an einem Tag für ein paar Stunden. „Entweder Weihnachtstreff oder gar nichts“, sagte Martin Boucke. Der Vorteil der „Ein-Tages-Party“ wäre, dass die Beschicker keine spontane Absage bekämen und somit keine Kosten entstehen. „Außerdem haben wir noch viele Tannenbäume, die wir an dem Tag zugunsten der Turmlichter versteigern könnten“, hieß es.

Michael Salopek hatte spontan die Weihnachtsbäume an alle Mitglieder gegen Spende abgeben wollen. Doch dem Verein ging es nicht nur um finanzielle Einbußen. „Wir haben auch eine moralische Verantwortung“, erklärte Peter Kewerhoff. Nächste Woche möchte sich der Vorstand endgültig entscheiden, ob der Weihnachtstreff stattfindet oder nicht.

„Das Herz sagt ja, der Verstand sagt nein“, sagte Thomas O. Schmittkamp dem RGA.

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