Kultur

Ensemble-Trio zieht in die Schatzkiste ein

Jens Neutag, Dr. Volker Schatz und Jürgen Scheugenpflug freuen sich, das Ensemble bald dem Publikum präsentieren zu dürfen. Foto: Roland Keusch
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Jens Neutag, Dr. Volker Schatz und Jürgen Scheugenpflug freuen sich, das Ensemble bald dem Publikum präsentieren zu dürfen.

Im neuen Licht erstrahlt Remscheid in einem Weihnachtsstück.

Von Alexandra Dulinski

Alt-Remscheid Der Traum eines eigenen Ensembles wird wahr: In der Schatzkiste am Markt in der Innenstadt zieht im Dezember ein Dreiergespann ein. „Das ist wirklich etwas Besonderes für uns“, erklärt Dr. Volker Schatz, der die Schatzkiste gegründet hat. Bereits seit Beginn habe die Idee eines eigenen Ensembles im Raum geschwebt. Dann kam Corona dazwischen und legte alle Pläne auf Eis. „Jetzt sind wir weiter als erwartet“, sagt Schatz.

„Ihr müsst nicht in die große Stadt nach Köln oder Düsseldorf fahren.“

Jens Neutag, Schatzkiste

Bereits im Dezember ist das neue Trio auf der Bühne zu sehen. Harry Heib und Tobias Wessler bilden als Schauspieler den Kern des Ensembles, Jochen Kilian begleitet das Stück als Pianist. „Ein eigenes Ensemble ist spannend, weil das Haus eine ganz eigene Identität bekommt“, sagt Jens Neutag, selbst Kabarettist und das Bindeglied zwischen Schatzkiste und Ensemble und verantwortlich für die Regie. Aber auch die Stadt werde dadurch geprägt. „Ich glaube, dass das Ensemble eine große Bereicherung für die Stadt ist“, sagt auch Jürgen Scheugenpflug, Künstlerischer Leiter der Schatzkiste, auf den die Idee zurückgeht.

Die Remscheider dürfen sich im Dezember auf das Stück „Angriff der Weihnachtsmänner – HoHo vom Hasten in die Haddenbach“ freuen. Eine Produktionsübernahme aus Hamburg, berichtet Jens Neutag, die mit großen Erfolg auch auf Tournee gegangen ist und nun lokal auf Remscheid heruntergebrochen wird.

Im Mittelpunkt steht ein Streit der beiden Figuren, die von Harry Heib und Tobias Wessler gespielt werden. Der eine mag Weihnachten, der andere würde das Fest am liebsten abschaffen. Einbezogen in das Stück werden nicht nur die Remscheider Weihnachtsmärkte ähnlich einer Live-Schalte im TV. Auch ein neunstrophiges Liebeslied an die Stadt bekommen die Zuschauer zu hören. „Da gibt es viel zu erzählen, viel zu lieben“, sagt Neutag. Mehr will er aber noch nicht verraten.

Der Kern des Programms stehe zwar, aber davon lebe Kabarett: Ein oder zwei Wochen vor Spielbeginn könne immer noch die ein oder andere Szene hineingeschrieben werden, sagt Neutag.

Für das Team der Schatzkiste gilt es nun erst einmal, herauszufinden, wie das Ensemble ankommt. Sollte das Trio Spuren hinterlassen, stehe auch die Idee einer richtigen, eigenen Hausproduktion im Raum, berichtet der Kabarettist.

Für die Produktion im Dezember setzen er und Volker Schatz auf hohe Professionalität: Harry Heib aus Düsseldorf trete seit Jahren als Kabarettist auf, hat auch ein eigenes Soloprogramm. Tobias Wessler, wohnhaft in Wuppertal, ist ausgebildeter Staatsschauspieler und als Musicalproduzent tätig. „Das sind wirklich Profis, die das seit 20 Jahren beruflich machen“, sagt Jens Neutag, dessen Wurzeln übrigens selbst in Remscheid liegen. Auch Jochen Kilian bringe jahrzehntelange Erfahrung als Komponist mit. Eine weitere Neuerung gibt es in der Schatzkiste: Das Restaurant im Erdgeschoss ist nun eine Bistrolounge, die nur noch in Familienhand liegt und von der Familie betrieben wird, berichtet Volker Schatz. Theaterbesucher können dort den Abend ausklingen lassen. „Wir wollen zeigen: Ihr müsst nicht in die große Stadt nach Köln oder Düsseldorf fahren“, erklärt Neutag.

Termine

Aufgeführt wird „Angriff der Weihnachtsmänner – HoHo vom Hasten bis in die Haddenbach“ an folgenden Terminen: 2. und 3., sowie 9., 10. und 11. Dezember, jeweils um 20 Uhr in der Schatzkiste. Karten für das Parkett kosten 19 Euro, für die Tribüne 22 Euro. Karten gibt es auf www.schatzkisten.org und an den Vorverkaufsstellen von Remscheid Live. Das Stück dauert inklusive einer Pause rund zwei Stunden.

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