Corona-Krise

Denkerschmette: Endlich ein Wiedersehen mit Freunden

Die Denkerschmette ist zurück. Zum Neustart gab es Erdbeertorte und Bowle. Und ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Foto: Michael Schütz
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Die Denkerschmette ist zurück. Zum Neustart gab es Erdbeertorte und Bowle. Und ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Am Samstagnachmittag startete die Denkerschmette nach dem Lockdown.

Von Sabine Naber

Remscheid. Zum Start nach dem monatelangen Lockdown hatte die Denkerschmette an der Kippdorfstraße zu einem gemütlichen Kaffeeklatsch mit Erdbeertorte und einem Gläschen Bowle eingeladen. Mehr als 15 Besucher durften wegen der Corona-Regeln nicht dabei sein, eine Anmeldung war daher Voraussetzung. „Wir freuen uns riesig, euch wiederzusehen“, hatte das Schmetten-Team im Flyer versichert.

Auch den Gästen war die Wiedersehensfreude am Gesicht abzulesen. „Wunderbar, dass wir heute wieder hier sein und uns unterhalten können. Wir haben die Treffs so sehr vermisst“, sagte Margot Löper. Auch wenn es noch keine Musik gebe und sie das gemeinsame Singen vermissen würde. „Da sind wir nämlich alle dabei“, sagte sie mit Blick auf Schwester und Schulfreundin, die mit ihr am Tisch saßen.

„Ich habe mir schon beim Einkaufen den Flyer mitgenommen. Ich freue mich besonders auf die Samstagsveranstaltungen, denn da bin ich vor allem hier“, erzählte Renate Deller. „Ich habe in der Zeitung gelesen, dass heute der Start ist. Und mich darauf gefreut“, sagte Karin Rienks. Alle drei Damen haben einst die Kremenholler Grundschule besucht, wohnen heute aber in den Ortsteilen Ehringhausen, Hasten und am Hohenhagen.

„Wir sind schon sehr vermisst worden.“
Vorstandsmitglied Sabine Marquardt

„Meine Frau und ich haben uns riesig gefreut, dass es heute wieder losgeht“, versicherte Siegfried Krenzel. Sie seien oft in der Denkerschmette, eigentlich an jedem Samstag. „Wir wohnen in der Burger Straße, jetzt gehen wir zu Fuß nach Hause“, sagte er. Und wartete geduldig auf seine Frau, die gerade noch ein Pläuschchen mit einer Bekannten hielt.

„Wir sind schon sehr vermisst worden“, wusste auch Vorstandsmitglied Sabine Marquardt, die zu Beginn des Lockdowns eine Rufumleitung eingerichtet hatte. „Ganz viele haben sich gemeldet und uns moralisch und finanziell unterstützt. Auch einige Künstler, die bei uns aufgetreten sind. Das hat uns riesig gefreut.“ Auch innerhalb des ehrenamtlich arbeitenden Teams habe man immer Kontakt gehalten. Die Hygieneanforderungen einzuhalten, sei keine große Aufgabe gewesen. Das Ordnungsamt habe das eingereichte Konzept problemlos akzeptiert. „Wir haben Schilder aufgehängt, Desinfektionsbehälter aufgestellt und halten uns daran, dass wir zurzeit nur 15 Gäste bewirten dürfen und Musikveranstaltungen noch Pause haben.“

Alle Gruppen hätten zugesagt, jetzt wieder dabei zu sein. So auch der Kreativkurs „Stricken“, der sich am Dienstagnachmittag treffen wird. „Unsere Strickrunde darf nach vielen Wochen – zum letzten Mal haben wir uns im Februar gesehen – jetzt wieder zusammenkommen. Alle freuen sich darauf“, betonte Organisatorin Cornelia Schmidt, den Plattkallern als „Clärchen“ gut bekannt. Sie freut sich auch darauf, dass ab Oktober das Fotorätseln wieder starten darf. Unter der Überschrift „Wo wor dat noch ens“, zeigt Schmidt in ihrer Power-Point-Präsentation dann Bildausschnitte. „Das ist sehr beliebt. Dann erinnern sich die Teilnehmer, was an diesem und jenem Ort früher für ein Haus gestanden hat, oder wer damals dort in der Nähe gewohnt hat“, weiß sie aus Erfahrung.

Bei den Anmeldungen hat Sabine Marquardt gespürt, dass einige Gäste doch noch sehr vorsichtig sind. „Viele müssen ja Bus fahren, um hierher zu kommen. Das ist vielleicht neben der Auflage, dass man sich plötzlich anmelden muss, auch noch mal eine Hürde“, vermutete sie. Bei einigen Angeboten, zum Beispiel beim gerade neu beginnenden Kurs „Nähen“, gebe es aber schon eine Warteliste. Auch das gemeinsame Stricken und Kartenspielen sei sehr gefragt.

Als Highlight für den Monat September kündigt Marquardt die Veranstaltung „Stadtteilpolitik Kremenholl“ an. „Der Oberbürgermeister wird da sein. Und wir hoffen, dass wenigstens dann möglichst viele Kremenholler in die Denkerschmette kommen.“ Das sei nämlich sonst eher nicht der Fall. Aus allen Himmelsrichtungen kämen die Gäste, die wenigsten würden aber in Kremenholl wohnen.

Vorschau

Am Dienstag, wenn es ab 16 Uhr in der Denkerschmette „Wolle macht süchtig“ heißt, wird zum offenen Handarbeitstreff eingeladen. Weiter geht es am Abend um 19 Uhr mit dem offenen Stammtisch. Donnerstag treffen sich um 15 Uhr die Bridge-Spieler und am Samstag lädt zur gleichen Zeit das Literatur-Café ein. Dann heißt es „Vorlesen und Zuhören“, wenn Selbstverfasstes vorgetragen wird. Den Workshop „Spirituelle Selbstheilung“ gibt es am Sonntag um 15.30 Uhr.

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