Innenstadt

Endlich wieder ein Klo auf der Allee

Inga Schumacher vom Stadtmarketing und Steinbrink-Verkaufsleiter Marcel Grote bringen den Aufkleber an.
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Inga Schumacher vom Stadtmarketing und Steinbrink-Verkaufsleiter Marcel Grote bringen den Aufkleber an.

Bäckerei Steinbrink stellt „Nette Toilette“ zu Verfügung.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Vor ziemlich genau drei Jahren musste die öffentliche Toilette auf der oberen Allee aus juristischen Gründen weichen, nun gibt es doch noch einen Ersatz: Die Bäckerei Steinbrink am Brunnen vor dem Allee-Center stellt ihre Sanitäreinrichtungen ab sofort im Rahmen der Aktion „Nette Toilette“ auch für Nicht-Kunden zur Verfügung.

Acht öffentlich zugängliche Toiletten gebe es damit nun im Bereich der Innenstadt, von der ErlebBar in der Hindenburgstraße über Rathaus, Bibliothek und Ämterhaus bis zum Seniorenbüro am Markt, berichtet Baudezernent Peter Heinze bei der Vorstellung: „Das ist wirklich reichlich.“ Zumal beim Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes bis 2025 eine weitere Toilettenanlage entstehen soll.

Seit das werbefinanzierte Klo-Häuschen vor der Sparkasse nach einem Gerichtsurteil abgebaut werden musste, beschäftigt sich die Politik in Remscheid mit dem Thema. Zwischenzeitlich gab es Pläne, im unteren der drei Pavillons auf der Allee eine Toilette einzubauen, die „Vorzugsvariante“ sei aber zu teuer, sagt Heinze. Allein die Einrichtung hätte rund 80 000 gekostet, plus Betriebskosten und Miete.

Die „Nette Toilette“ in der Bäckerei kommt die Stadt wesentlich günstiger, die Firma Steinbrink erhält einen Anerkennungsbeitrag von 30 Euro im Monat. „Wir machen das aber nicht wegen des Geldes“, sagt Marcel Grote, Verkaufsleiter bei Steinbrink. „Wir wollen einen Mehrwert für die Remscheider bieten.“ Dafür erhöhe man auch gerne die Reinigungsintervalle.

Steinbrink hat auf der Allee unter der Woche von 7 bis 18, samstags und sonntags bis 17 Uhr geöffnet. So sei die Toilette zu den üblichen Zeiten stets erreichbar, sagt Peter Heinze: „Wir nutzen die vorhandene Infrastruktur doppelt, das macht ja auch Sinn.“

Das Konzept „Nette Toilette“

Das Konzept der „Netten Toilette“ findet sich in mehreren hundert Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, entwickelt wurde es 2000 im baden-württembergischen Aalen. Dabei stellen Gastronomen, Einzelhändler und andere ihre Sanitäranlagen zur Verfügung und erhalten dafür Zahlungen der Gemeinde. Durch einheitliche Aufkleber an der Tür und mit einer Smartphone-App können Passanten erkennen, wo sich eine „Nette Toilette“ befindet.

Die Agentur, die als Lizenzgeber agiert, preist die Vorteile für alle Seiten: Die Kommunen sparen im Vergleich zu eigenen Anlagen Geld, die Bürger finden leicht Klos und die Anbieter erhalten einen Zuschuss zum Betrieb ihrer Sanitäranlagen - und eventuell sogar noch Neukunden.

In Remscheid gebe es aktuell fünf „Nette Toiletten“, sagt Inga Schumacher von der Wirtschaftsförderung. Neben der ErlebBar und der Bäckerei auf der Allee machen auch noch die Steinbrink-Filiale am Zentralpunkt sowie die Metzgerei Nolzen und das Hotel Kromberg in Lüttringhausen mit. „Wir nehmen aber auch noch gerne weitere Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister auf.“

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