Mein Blick auf die Woche in Remscheid

Einzelhandel wird zum Hoffnungsträger

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frank.michalczak@rga.de

Dem weiter florierenden Internethandel zum Trotz halten die Menschen in der Region dem Geschäft von nebenan die Treue. Das ist gut so, findet RGA-Redakteur Frank Michalczak. 

Am Ende eines von Krieg und Krisen geprägten Jahres brachte diese Woche gute Nachrichten – und das ausgerechnet vom gebeutelten Einzelhandel. Die Fachgeschäfte in der Region registrierten regen Zulauf, insbesondere beim verkaufsoffenen Sonntag in Lennep, aber auch im Alltag. Die Kunden, so hieß es, hätten Nachholbedarf in der Pandemie, in der wegen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen zwischenzeitlich Einkaufserlebnisse unterbunden wurden. Das zeigt: Dem weiter florierenden Internethandel zum Trotz halten die Menschen in der Region dem Geschäft von nebenan die Treue. Das ist gut so. Denn: Wer eben nicht vor leeren Schaufenstern in verödeten Innenstädten stehen will, muss das Angebot nutzen, das vor Ort vorgehalten wird. Dies bewahrt auch die Alleestraße vor einem weiteren Niedergang, die zuletzt durch neue Laternen, Müllbehälter und Sitzbänken aufgewertet wurde.

Doch nicht nur an der Einkaufsmeile bewegt sich endlich was – auch wenn die versprochenen Lichtspiele wegen fehlender Steuerelemente entfallen. Auch das Allee-Center setzt einen Impuls mit neuem Ambiente im Untergeschoss, wo die Aufenthaltsqualität mit Sitzgelegenheiten, einem modernen Beleuchtungskonzept und einem schicken Bodenbelag gehoben wurde. Hier eröffnete Aldi in dieser Woche eine neue Niederlassung – was zu einem Ansturm führte. Edeka und die Warenhauskette TK Maxx 2023 siedeln sich in ihrer Nachbarschaft an, wodurch das Center einen erheblichen Anstieg an Laufkundschaft erhalten wird. Dies steigert die Chancen für das Management, Leerstände wieder mit Leben zu füllen.

Kurzum: Ausgerechnet die Geschäftswelt wird zum Hoffnungsträger – in einer Zeit, in der die Unsicherheit groß ist. Inflation und die steigenden Energiekosten führten nicht zu einem Kollaps des Weihnachtsgeschäfts. Im Gegenteil: Die Kundschaft genießt offenbar, dass nach der langen Corona-Pause ein Einkaufsbummel in der Adventszeit wieder möglich ist – inklusive Erlebnisse, die das Internet nicht möglich macht. Man trifft wieder Freunde, Bekannte, alte Schulkameraden oder ehemalige Arbeitskollegen. So ist die Weihnachtszeit 2022 in mancher Hinsicht eine ganz besondere. Vielleicht auch mit dem Gedanken, dass es uns angesichts des Leids in der Ukraine, im Iran oder anderen Regionen doch noch sehr, sehr gut geht – bei allen Sorgen und Nöten, die durchaus auch mal verdrängt werden dürfen.

TOP 5,4 Millionen Euro fürs Freibad Eschbachtal.

FLOP Grippewelle schwappt durch die Stadt.

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