Coronavirus

Reisen: Einschränkungen gibt es vor allem im Inland

Die aktuelle Situation erschwert die Urlaubsplanung für die Remscheider. Symbolfoto: cb
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Die aktuelle Situation erschwert die Urlaubsplanung für die Remscheider.

Dass Remscheid als Risikogebiet gilt, erschwert das Reisen.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Die Menschen in Dingolfing-Landau, Hamm und Remscheid teilen dasselbe Schicksal: Sie leben in einem Corona-Risikogebiet. Das bringt nicht nur strengere Infektionsschutzmaßnahmen vor Ort mit sich, es erschwert auch das Reisen. Denn in einigen Bundesländern sind Remscheider derzeit unerwünscht, in anderen ist der Aufenthalt unter bestimmten Bedingungen gestattet. Bei Reisen ins Ausland sind dagegen nur wenige Probleme zu erwarten.

„Mit abgesagten Pauschalreisen ins Ausland hatten wir bislang keine Probleme“, erklärte gestern Claudia Heckmann-Maier. Sie leitet das Reisebüro Heckmann in Hasten. Auch Melanie Riesenweber, Prokuristin vom Reisebüro Merkana in Lennep, erhielt bis zum Freitagnachmittag keine negativen Nachrichten von Veranstaltern.

„In Griechenland gibt es keine Einreisebeschränkungen“, war gestern von der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt zu erfahren. Es bestehe lediglich eine höhere Chance, sich nach der Einreise einem kostenlosen Covid-19-Test unterziehen zu müssen. Ein Algorithmus entscheidet, wer dafür in Frage kommt. Dass sich Person aus einem Risikogebiet kommt, erhöht die Wahrscheinlichkeit. Auch in den Niederlanden und Spanien gibt es bislang keine besonderen Vorgaben für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten.

Bei Reisen innerhalb der Bundesrepublik ist die Situation unübersichtlich. Die Länder treffen eigenständige Entscheidungen. Niedersachsen, Bremen und Thüringen sehen in ihren Verordnungen keine besonderen Vorgaben für Einreisende aus innerdeutschen Risikogebieten vor. Das Gegenteil ist Mecklenburg-Vorpommern: Übersteigt eine Stadt den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50, gilt sie dort als Risikogebiet. Wer von dort aus nach Mecklenburg-Vorpommern reist, muss sich laut Angaben der Landesregierung beim Gesundheitsamt vor Ort melden und in Quarantäne. Diese Regelung gilt auch bei der Einreise nach Schleswig-Holstein. Verkürzen lässt sich die Quarantäne durch zwei negative Corona-Tests. Das nördlichste Bundesland schätzt Remscheid wie sein östlicher Nachbar auf Grundlage des Inzidenzwertes als Risikogebiet ein.

Auf diesen stützt sich beispielsweise Bayern bei der Risikobewertung nicht allein. „Die Entscheidung hängt vom Einzelfall ab“, teilt Marcus da Gloria Martins von der bayerischen Taskforce Corona-Pandemie mit. Erklärt der Freistaat eine Region zum Risikogebiet, würde das die Einreise erheblich erschweren. Remscheider sind davon bislang nicht betroffen. Auch in Berlin gilt die bergische Großstadt nicht als Risikoregion.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hat im Netz eine Übersicht der Länderregelungen erstellt. Die Stadt rät: „Remscheider, die verreisen wollen, sollten sich unbedingt über die Vorgaben ihres Reisezieles informieren.“

www.dehoga-corona.de

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