Das interessiert die Remscheider

Südbezirk: So geht es mit den wichtigsten Themen weiter

Die Errichtung eines Taubenhauses wie in Wuppertal würde 11 000 Euro kosten, sagt die Stadtverwaltung. Hinzu kämen etwa 55 000 Euro Personalkosten im Jahr.
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Die Errichtung eines Taubenhauses wie in Wuppertal würde 11 000 Euro kosten, sagt die Stadtverwaltung. Hinzu kämen etwa 55 000 Euro Personalkosten im Jahr.
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Das denken die Ortspolitiker über die Nahversorgung, den Taubenkot, den blauen Mond oder die Stützmauer Neuenhof.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Auch wenn er der kleinste Stadtteil Remscheids ist – im Süden gibt es einige Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln brennen. Einige davon wurden am Mittwochabend in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd diskutiert. Wir geben einen Überblick.

Nahversorgung: Das RGA-Interview mit Baudezernent Peter Heinze, das am selben Tag erschienen war, wurde zum Thema in der Sitzung am Abend: Hier erklärte Heinze das weitere Vorgehen der Stadt in Hinblick auf eine neue Einzelhandelsfläche, die Hürden und den zeitlichen Plan. Denn die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich schon lange einen Frische- und einen Drogeriemarkt samt Aufenthaltsqualität mit Café und Bänken rund um den „Blauen Mond“ und favorisieren dafür das Aldi-Gelände Burger Straße.

Peter Heinze erklärte das Prozedere noch einmal in der Sitzung und rechnet mit einer ersten Beschlussfassung 2024/2025, mit einer Baugenehmigung 2026. Den Politikern dauert das zu lange. „Wir müssen sehen: Wir haben einen Kaufkraftabfluss nach Wermelskirchen“, betonte Waltraud Bodenstedt (WiR). Wo könnte man Zeit einsparen?, wollte Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) wissen. Vielleicht, was die Gespräche mit der Bezirksregierung angeht, erklärte Peter Heinze. Denn die hat bei dem Projekt, das wie ein kleines DOC anzusehen ist, ein Wort mitzureden. Es sei bereits ein Gesprächstermin vereinbart. Vielleicht kläre sich dies noch in diesem Jahr. Sven Chudzinski (FDP) ist wichtig, dass die Planung rechtssicher ist.

Taubenkot: Auch wenn das Gremium das Thema erst einmal weitergeschoben hat, bleibt die CDU-Fraktion bei ihrer Forderung: Sie hält ein Taubenhaus für sinnvoll, um dem Kotproblem in der Stadt Herr zu werden. TBR-Chef Michael Zirngiebl hatte vorab im RGA erklärt, man wolle den Gehweg unter der betroffenen Bahnbrücke Bismarckstraße 2023 asphaltieren, um ihn leichter reinigen zu können. Das kostet 30 000 Euro. Alternativen sehen die TBR nicht.

Wohl aber die Tierschützer und die CDU-Fraktion, die sich für ein Taubenhaus aussprechen. Hierbei werden die Tiere medizinisch versorgt, artgerecht gefüttert und deren Bruteier gegen Attrappen ausgetauscht, um die Population einzudämmen. „Die Maßnahmen der TBR sind ja nur eine Bekämpfung der Konsequenz. Ein Taubenhaus löst das Problem. Denn wir haben ja nicht nur Tauben unter der Brücke, sondern zum Beispiel auch am Bahnhof“, sagte Fabian Knott (CDU). Daher sei das Thema für ganz Remscheid relevant.

Jörg Schubert von der Stadtverwaltung erklärte zu den Kosten eines Taubenhauses: „Ein ehrenamtliches Engagement in einem Taubenhaus müsste mit einer Fachanleitung erfolgen, wie es die Wuppertaler bereits tun.“ Dies würde etwa 55 000 Euro Personalkosten im Jahr mit sich bringen – Geld, das die Stadt nicht hat. Die Herstellungskosten für ein Taubenhaus beziffert man auf 11 000 Euro. Stefan Grote (SPD) bezweifelt, dass man mit einem Taubenhaus „auch die letzte Taube erwischt“. Sicherheit gehe vor. „Wir sollten das Taubenhaus aber nicht aus den Augen verlieren.“

„Blauer Mond“: Nachdem es bereits am Mittag ein Treffen der Interessengemeinschaft „Blauer Mond“ und des Vereins MannesmannHaus gegeben hatte, bei dem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) verkündete, dass eine Lösung für das Strom-Problem des „Blauen Monds“ gefunden wurde, segnete die Bezirksvertretung am Abend das weitere Vorhaben ab. Die Mitglieder beschlossen einstimmig, die dauerhafte Stromversorgung des Mannesmann-Denkmals auf dem Aldi-Gelände an der Burger Straße mit 6402 Euro aus BV-Mitteln zu finanzieren. Die EWR legt einen Hausanschluss, die Stadt beauftragt die Arbeiten nun. Zudem macht die BV 1000 Euro für ein „Blauer-Mond“-Hinweisschild locker.

Stützmauer Neuenhof: Die gekippte Stützmauer unterhalb des Sportplatzes am Neuenhof wird wohl 2024 angepackt. Wie Baudezernent Peter Heinze mitteilte, sei die Planung für 2023 vorgesehen, 2024 soll sie abgerissen und weiter hinten neu gebaut werden. Die 16 neuen Parkplätze sind durchgeplant und für den Haushalt 2024 angemeldet.

Kuckuck

Für die Weiterentwicklung der Parkanlage Kuckuck ist laut Baudezernent Peter Heinze ein neuer Förderantrag gestellt worden, nachdem der letzte abgelehnt wurde. Es handelt sich nun um ein Bundesprogramm.

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