Gesang

Eine Reise durchs weihnachtliche Europa

Sjaella überzeugte in der Lenneper Stadtkirche mit einem spannenden Programm und glasklaren Stimmen. Foto: Michael Schütz
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Sjaella überzeugte in der Lenneper Stadtkirche mit einem spannenden Programm und glasklaren Stimmen.

Konzert der A-Capella-Gruppe Sjaella.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Sie sehen nicht nur aus wie Engel, sie singen auch wie sie: Die A-Capella-Gruppe Sjaella gastierte am Samstagabend in der ev. Stadtkirche Lennep und verzauberte ihr Publikum. Den Auftakt sangen sie von der Empore herunter und sorgten von Anfang an zu einem atemberaubenden Klangerlebnis.

„Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, wie froh wir sind, hier singen zu dürfen“, begrüßten sie ihre Gäste. In ihrem Programm „One charming night“ geht es um Liebesgeheimnisse, um die Schönheit der Natur und um magische Fabelwesen. Das ungarische Weihnachtslied „Mostan kinyílt“ sorgte für Gänsehaut. Mit glasklaren Stimmen vertonten sie das Wunder von Weihnachten. Felicitas Erben (Alt), Viola Blache (Sopran), Franziska Eberhardt (Sopran), Helena Erben (Alt), Marie Fenske (Sopran), Marie Charlotte Seidel (Mezzosopran) und Luisa Klose (Alt) gehören zum Ensemble, wobei am Samstag zwei Frauen fehlten.

Es folgten eine wundervolle Komposition von Henry Purcell über die Nacht, entnommen aus seiner Semi-Oper „The first Queen“, die auf William Shakespeare Sommernachtstraum basiert. Die Zuhörer erlebten ein völlig einzigartiges Arrangement mit lupenreinen Stimmen. Das Stück „One charming night“ ist schöner als „1000 charmante Tage“, glaubt Sjaella.

Homogen und individuell, leicht und eindringlich, präzise und frei zeigte sich das Ensemble und bot einen beeindruckenden Facettenreichtum. Nach den vier Stücken von Purcell ging es auf Reisen in den Norden. Kraftvoll und zärtlich zugleich sangen die Frauen über das Fabelwesen Hydra. „Ein Fabelwesen in Erscheinung einer blonden, wunderschönen Frau von vorne, aber von hinten wie ein ausgehöhlter Baum“, erklärten sie.

Die Melodie wurde mit fabelhaften Geräuschen umrahmt und es war fast so, als ob man den Herzschlag der Natur und den Atem des Waldes hören konnte. Die musikalische Reise ging weiter nach Dänemark. Es folgte eine musikalische Geschichte über Sven Nordmann und seine Begegnung mit einem Riesen. Marie Charlotte Seidel (Mezzosopran) hatte das Stück komplett auf Dänisch gesungen und erhielt zusätzlichen Applaus.

Sjaella zog weiter nach Großbritannien und sang „Scotsman“, was das Publikum zum Schmunzeln brachte. Zum Ende überraschte das Ensemble mit einem „Jäger-Mix“, in dem alle bekannten Jägerlieder und Zitate in eine musikalische Collage zusammenfassten. Eine Verschmelzung deutscher Volkslieder mit humorvoller Choreographie. Die Besucher waren offensichtlich begeistert und klatschten stehende Ovationen. Als Zugabe gab es ein festliches „In dulci jubilo“.

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