Historisches Foto

Wo in Remscheid liegt diese Straße?

Neues Rätsel: Wo in Remscheid liegt diese Straße?
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Neues Rätsel: Wo in Remscheid liegt diese Straße?

Unser Rätselbild der Vorwoche zeigte die Treppe am Lüttringhauser Bahnhof.

Von Sven Schlickowey

Ein paar Stufen, Geländer und einige Häuser, mehr war auf unserem Foto der Vorwoche nicht zu sehen. Trotzdem haben es viele erkannt.

Remscheid. Mehr als 40 Jahre alt war unser Rätselfoto aus der Vorwoche – und doch hat sich der Platz kaum verändert. Die Treppe, ihr Geländer, die Häuser und die Bäume sind noch da. Heruntergegangen ist die Stufen, die unser Bild zeigt, aber schon länger niemand mehr, sie ist gesperrt. Und doch haben zahlreiche RGA-Leser die Treppe erkannt. Diesmal mit einer Fehlerquote von null Prozent. Alle Einsendungen hatten recht.

So wie Bardo Reinke, der uns sogar aus dem benachbarten Wuppertal schrieb: „Die Treppe führte zum Bahnhof in Lüttringhausen.“ Ganz ähnlich formulierte es auch Silke Hober: „Das müsste die Treppe am Bahnhof Lüttringhausen sein.“

Wohl auch, weil vieles heute noch ähnlich aussieht. Allerdings versperrt inzwischen ein Gitter den Weg die Stufen hinab.

Viele Remscheider, so scheint es, sind die Treppe früher regelmäßig hinauf- und herabgestiegen. Ganz besonders regelmäßig zum Beispiel Ulrich Hager, der das Rätsel aufgrund seiner beruflichen Erfahrung lösen konnte: „Da ich seit 1984 Zählerableser und Außendienstmitarbeiter bei der EWR bin, habe ich die heute gezeigte Treppe erkannt.“ Oben am Anfang der Treppe auf der rechten Seite seien in einem Schacht zwei Wasserzähler untergebracht gewesen, weiß er noch zu berichten. „In den 80er Jahren bis circa 1995 haben wir die Zähler noch alle acht Wochen abgelesen. Damals gab es ja immer noch eine richtige Verbrauchsabrechnung von Strom Gas und Wasser.“

Noch häufiger musste offenbar Birger Oelbermann dort vorbei. Im Jahr der Aufnahme 1979 sei er 15 Jahre alt gewesen, schreibt er uns, „und bin mit dem Zug zur Schule gefahren“. Und Christa Wirth liefert gleich mehrere Gründe, die Treppe zu erkennen: „Das heutige Suchbild dürfte vielen Bahnreisenden, Röntgenläufern und auch Wanderern bekannt sein.“

Weniger die Treppe an sich als an ein anderes Detail ist hingegen Oliver Müller im Gedächtnis geblieben: „Ich habe diese Treppe auf dem Weg zum Lütterkuser Bahnhof oft benutzt und erinnere mich noch an den immer etwas muffigen Geruch in der Bahnhofshalle“, schreibt er. Offensichtlich eine positiv besetzte Erinnerung: „Als begeisterter Modelleisenbahner und Freund auch der großen Eisenbahn hoffe ich sehr, dass die mittlerweile gesperrte Treppe und vor allem auch das Bahnhofsgebäude uns allen weiterhin erhalten bleiben wird.“

An Modelleisenbahner hat auch Thomas Schroeter bei unserem Rätselfoto der vergangenen Woche gedacht: „Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird schon länger nicht mehr als solches benutzt“, berichtet er uns. „Heute beherbergt das Gebäude eine Gruppe von Modelleisenbahnern.“

Dieses Gebäude sei inzwischen bereits seit Jahren dem Verfall preisgegeben, merkt Tim Bergmann an. Gleiches gelte für die Treppe: „Sie ist schon viele Jahre gesperrt und wurde mittlerweile fast vollständig von der Natur zurückerobert. Damit teilt sie ihr trauriges Schicksal mit vielen Treppen in Remscheid und dem Bergischen Land.“ Ein Umstand, der auch Dieter Prill nicht wirklich passt. Die Treppe sei einer „der wenigen Schandflecke im sonst beschaulichen Lüttringhausen“, schreibt er uns: „Weder die Stadt noch die Deutsche Bahn fühlen sich scheinbar zuständig, diesen erbärmlichen Zustand zu beenden.“

Dabei hat die Eisenbahn in Lüttringhausen eine lange Tradition, wie Helmut Schucht erläutert: Im Jahr 1868 sei die Eisenbahnlinie von Barmen über Ronsdorf, Lüttringhausen und Lennep nach Remscheid eröffnet worden. „Lüttringhausen ist eine der ältesten Siedlungen im Bergischen Land und wurde schon um 1100 erwähnt.“

Eine Straße gesäumt von Häusern, wie es sie oft in Remscheid gibt – diesmal dürfte unser Rätselfoto eine etwas härtere Nuss sein. Oder doch nicht? Wissen Sie, wo in Remscheid diese Straße liegt? Dann schicken Sie die Lösung bis zum 22. April per E-Mail oder Post, gerne mit persönlichen Anekdoten, die Sie mit diesem Ort verbinden an: RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; redaktion@rga-online.de

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