Einweihung mit Bürgerfest

Direkt am Rathaus: Eine kleine Oase mitten in Lüttringhausen

Die Lüttringhauser mögen „ihren“ neuen Platz ganz offensichtlich, wie der Besucherandrang am ersten Tag zeigte.
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Die Lüttringhauser mögen „ihren“ neuen Platz ganz offensichtlich, wie der Besucherandrang am ersten Tag zeigte.

Was lange währt, wird endlich gut. Oder auch: Gut Ding will Weile haben. Beide Sprichwörter treffen auf die neu gestaltete Umgebung um das Lüttringhauser Rathaus zu.

Von Peter Klohs

Remscheid. Hinter dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ist ein lichter, begrünter und angenehmer Platz mit Aufenthaltsqualität entstanden. Mit einem siebenstündigen Bürgerfest wurde der nun der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Bis es allerdings zu diesem positiven Abschluss kommen konnte, war es ein gutes Stück Weg zu gehen.

Der gliedert sich in drei Abschnitte. Initiator war der Lüttringhauser Heimatbund, der mit Unterstützung der Politiker in der Bezirksvertretung angeregt hatte, die Flächen rund um das Rathaus zu modernisieren und somit aufzuwerten. Vor allem Peter Maar, inzwischen Ehrenvorsitzender des Heimatbundes, nahm sich mit viel Herzblut des Themas an und trommelte für das Projekt.

Zunächst wurde die kleine Grünanlage zwischen Rathaus und Gertenbachstraße neu gestaltet. Anschließend erfuhr der Raum vor dem Lüttringhauser Rathaus eine Modernisierung. Der dritte Abschnitt umfasste die Neugestaltung der Anlagen hinter dem Rathaus. Das alles war ein Prozess, der sich über mehrere Jahre hinzog. Der finanzielle Aufwand war enorm.

„Hartnäckigkeit hat einen Namen. Und der lautet Lüttringhausen.“

OB Burkhard Mast-Weisz

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) gab in seinem Grußwort zum Bürgerfest die Zahlen für die Finanzierung bekannt: Das Land NRW hatte 32 000 Euro zur Fertigstellung des Areals bewilligt, die Stadt Remscheid steuerte 22 800 Euro bei und der Lüttringhauser Heimatbund war mit 17 200 Euro beteiligt. „Hartnäckigkeit hat einen Namen“, schloss der OB. „Und der lautet Lüttringhausen.“

Ausdrücklich bedankte sich Mast-Weisz bei Dirk Buchwald, Bereichsleiter bei den Technischen Betrieben Remscheid, für sein hohes Engagement. Ohne ihn hätte die Umgestaltung nicht in der jetzt vorliegenden Form oder erst sehr viel später realisiert werden können, befand der OB. „Ja, ein toller Kollege“, ergänzte Sozialdezernent Thomas Neuhaus (Grüne), „eine Säule.“ Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser (SPD) übergab die Fläche danach der Öffentlichkeit.

Am Rande des Außengeländes steht auf einem Sockel das Kinderpaar aus Stein, das in früheren Zeiten den Eingang der Lüttringhauser Badeanstalt zierte. Außerdem ist ein Wasserspiel integriert, das alleine schon zum Hinsetzen und Verweilen einlädt.

Somit waren die offiziellen Tagespunkte abgehakt und dem Bürgerfest stand nichts mehr entgegen. Ein musikalisch vielfältiger Tag lag danach vor den Besuchern des Festes. Der Lüttringhauser Posaunenchor machte den Anfang, die Musik- und Kunstschule folgte mit Pop- und Rocksongs, die Bigband spielte Jazz. Am Abend war weiterer Jazz in Gestalt der Beale-Street-Jazz Band vorgesehen. Der Lüttringhauser Männerchor bot an seinem Stand Grillwürstchen an und zeigte sich bereits am späten Nachmittag hoch zufrieden mit dem Gästeaufkommen und dem Fest im Allgemeinen.

Der F(l)air-Weltladen machte auf seine Arbeit aufmerksam und hatte pikante Curry-Nudeln, selbstverständlich bis in die kleinsten Zutaten fair gehandelt, im Angebot, die Lütteraten hatten Kinderbücher, aber auch Romane für Erwachsene zum Verkauf ausgestellt. Die beiden Visagistinnen am Stand der Lütteraten hatten buchstäblich alle Hände voll zu tun, um den Andrang beim Kinderschminken in gewissen Grenzen zu halten. Außerdem waren die Nachbarn des Rathauses, die Fleischerei Nolzen sowie die Bäckerei Beckmann, in das Bürgerfest integriert. Von den Menschen hinter den Ständen konnte man einhellige Begeisterung hören. „Der Besuch ist gut“, kam es von den Lütteraten, „Das Wetter spielt mit, was will man mehr?“

Hintergrund

Der Heimatbund Lüttringhausen hat nicht nur zur Errichtung des Wasserspiels auf dem neu gestalteten Platz hinter dem Rathaus entscheidend finanziell beigetragen, sondern sich auch bereit erklärt, dessen Folgekosten, also zum Beispiel Reparatur und Wartung zu tragen. Diese werden auf 2000 Euro jährlich geschätzt.

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