Natur-Schule Grund

Bärlauch: Eine Heilpflanze, die auch gut schmeckt

Bärlauch ist nicht nur schmackhaft, sondern auch eine bewährte Heilpflanze. Foto: Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund
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Bärlauch ist nicht nur schmackhaft, sondern auch eine bewährte Heilpflanze.

Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund über Bärlauch.

Diplom-Biologin Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund stellt heute in der RGA-Serie „Was wächst denn da am Wegesrand“ den Bärlauch vor:

Bärlauch, Allium ursinum, gehört in die Familie der Lauchgewächse, der Alliaceae. Den Namen „Bär-Lauch“ führt er wohl, weil ihn Bären nach dem Winterschlaf zum Fressen gern haben. Die Pflanze mag feuchte Laub- und Auwälder und verleiht dem Wald, wenn sie flächendeckend wächst, einen leichten Mundgeruch nach Knoblauch.

Zwischen März und April wachsen aus der länglichen Bärlauchzwiebel meist zwei gestielte, lanzettförmige Laubblätter mit parallel verlaufenden Blattadern und eine ebenfalls langstielige Blütendolde. Blütenbesucher sind unterschiedliche Insekten.

Zwei bis drei Monate nach dem Erscheinen der ersten Laubblätter welkt die Pflanze und ist erst im kommenden Frühjahr wieder zu sehen. Bärlauch ist ein beliebtes Wildgemüse. Verwendet werden hierzu hauptsächlich die leckeren Blätter mit dem intensiven Knoblauchgeschmack, aus denen sich Suppe, Pesto, Dip, Kräuterbutter, Kräuterquark bereiten lassen. Die Samen kann man, grün oder getrocknet, wie Pfeffer oder die Knospen, eingelegt nach Kapernart, verwenden.

Die Pflanze ist auch während der Blüte nicht giftig. Möchte man Bärlauch auch außerhalb seiner Vegetationsphase genießen, sollte man ihn eher einfrieren als trocknen, da er hierbei an Wirkstoffen und Geschmack verliert. Als bewährte Heilpflanze wirkt er blutdrucksenkend, blutreinigend, schweißtreibend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, harntreibend, zusammenziehend, cholesterinspiegelsenkend, stoffwechselsteigernd, appetitanregend, antibakteriell, gegen Magen-Darmbeschwerden und Arterienverkalkung. Wildwachsender Bärlauch darf nur zum (geringen) Eigenbedarf gepflückt werden, nicht zum gewerblichen Gebrauch.

Um Bärlauch nicht mit giftigen Maiglöckchen zu verwechseln, ein Stückchen eines Blattes zerreiben und schnuppern: Nur Bärlauchblätter riechen nach Knoblauch!

www.natur-schule-grund.de

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