Straßenname

Eine Grünfläche für ewige Zeiten

Parkstraße entstand 1889 neben dem großen Freizeitareal
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Parkstraße entstand 1889 neben dem großen Freizeitareal

Die zwischen Königstraße und Martin-Luther-Straße verlaufende Parkstraße taucht erstmals 1889 mit drei Wohnhäusern im Remscheider Adressbuch auf.

Stadtarchivarin Viola Meike recherchierte Folgendes: Es handelte sich zumindest bei zwei der Häuser nicht um Neubauten. Die Parkstraße Nr. 1 und 2 gehörten bis dahin zur Hindenburgstraße (die Neuscheider Straße hieß) und waren umadressiert worden. Die Nr. 3 gehörte dem Sägenfabrikanten Johann Friedrich Ohler. Die Straße wurde mit der Anlage des Remscheider Stadtparks gebaut. Die Idee soll der Ratsherr Johann Peter Arns gehabt haben; es gelang ihm, die Unternehmer Carl Hessenbruch und Julius Koch zu begeistern. Um genug Geld zusammenzubekommen, gründeten sie – inspiriert vom 1864 gegründeten Barmer Verschönerungsverein, der Wuppertal die Barmer Anlagen beschert hatte – am 12. August 1885 den Remscheider Verschönerungsverein mit 432 Mitgliedern unter dem Vorsitz von Carl Hessenbruch. Alles, was in Remscheid Rang und Namen hatte, gehörte dem Verein an und engagierte sich mit Geld und Tatkraft. Neben vielen Barspenden flossen Grundstücke mit einer Gesamtfläche von circa 17 Hektar in das Vereinsvermögen ein. Die Grundstücke waren jedoch unerschlossen und größtenteils bewaldet, als Acker- oder Gartenflächen ausgewiesen.

Das Terrain bestand ursprünglich aus einer großen Anzahl kleiner Waldparzellen, die das charakteristische Gepräge der Remscheider Waldungen trugen, nämlich ein „wüstes Durcheinander von hauptsächlich Birken-, Buchen-, Eichen- und Faulbaum-Stockausschlägen. Ein total verwilderter, von […] Beerkraut-Vegetation durchwurzelter und vollständig verschlossener Boden…“, der dem „Bestreben, baldigst etwas zu schaffen, was sich dem Auge des Besuchers gefällig zeigen soll, große Hindernisse entgegen“ setzte. Doch der Bürgerpark wurde im Herbst 1886 in Rekordzeit Realität.

Da die Stadt vertraglich verpflichtet wurde, „entsprechend den Absichten der Gründer und Geschenkgeber, das übernommene Grundeigentum in seinem zeitigen Umfange für ewige Zeiten als öffentlichen Bürgerpark […] in seiner zeitigen Ausdehnung zu erhalten“, darf sich Remscheid glücklich schätzen, zentral einen Bürgerpark zu haben, der zwar aufgrund vielfältiger anderer Freizeitangebote nicht mehr dieselbe Attraktivität besitzt wie damals, aber gern besucht wird. -AWe-

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