Eine ganze Kita gibt es für 600 000 Mark

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

-wey- 1996 Vor 25 Jahren war die Welt noch ohne Corona und daher ein kleines Stückchen mehr in Ordnung, zumindest fand die Internationale Eisenwarenmesse in Köln noch statt. Am 4. März berichtet der RGA vom ersten Ausstellungstag der wichtigsten Messe für die Remscheider Werkzeughersteller. Und zwar von einem Hammer, der die Nägel nicht mehr krumm haut. Und von einem Drehmomentschlüssel, der direkt mit einem Computer verbunden ist. Durchgesetzt hat sich beides nicht so richtig. 1971 Viel häufiger gibt es heute hingegen etwas, von dem der Tüpitter am 4. März vor 50 Jahren schrieb, nämlich den Neubau eines Kindergartens. In diesem Fall den der katholischen Kirchengemeinde St. Bonaventura auf dem Hasenberg. Fast 600 000 Mark soll das Gebäude samt Einrichtung und Grundstück kosten, ist dort zu erfahren. 120 000 Mark werde die Stadt dazugeben. Inzwischen hat die Bautätigkeit bei Kitas in Remscheid deutlich zugenommen, allein die Eröffnung der Kita Waldkrönchen in Hasten hat im Januar 110 neue Plätze gebracht. Die allerdings auch deutlich mehr als 600 000 Mark gekosten haben. 1946 Dass manch große Dinge auch in kleine Meldungen passen, bewies das Amtliche Mitteilungsblatt der Stadt Remscheid vor 75 Jahren, als am 6. März in gerade mal neun Zeilen die Rückkehr der Demokratie nach Remscheid verkündet wurde. An diesem Tag um 16 Uhr fand nämlich im Ratskeller eine öffentliche Versammlung der neuen Stadtvertretung für den Stadtkreis Remscheid statt. Allerdings noch ohne Wahlen, denn der erste OB nach dem Krieg, Georg zur Hellen, wurde von der britischen Militärregierung ernannt. Im Mai wurde er dann von Gustav Flohr (KPD) abgelöst, ehe im November schließlich der CDU-Mann August Scholz übernahm, der 1948 verstarb. 1921 Raue Sitten herrschten offensichtlich vor 100 Jahren in Remscheid. Der RGA berichtet am 6. März vom Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft, der allerdings für die Übeltäter nicht gut ausging: „Die Täter wurden verscheucht und bei der Flucht wurde auf sie geschossen“, ist dort zu lesen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Einbrecher an der Hand oder den Beinen verletzt seien. Zuletzt habe es vermehrt solche Einbrüche gegeben, vermerkt der Autor des Berichts noch. Aber offensichtlich wussten sich die Remscheider zu wehren.

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