Einbrecher stahlen historische Münzen von Schloss Burg

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

Von Manuel Böhnke

Remscheid 1995 Den Herbst vor 25 Jahren nutzten die Verantwortlichen in der städtischen Bibliothek zum Ausmisten. „Alte Bücher gehen ihren letzten Weg“, schrieb der Tüpitter am 24. Oktober 1995. 5000 Exemplare verfrachteten der damalige Einrichtungsleiter Jürgen Brüninghaus und seine Kollegen ins Altpapier. Es traf unter anderem Werke von Simmel, Konsalik, den „Ratgeber Geld“ aus dem Jahr 1980 sowie das Kinderbuch „Auch Pferde brauchen Liebe“. Die meisten waren zerlesen oder nicht mehr aktuell. Doch auch einige Bücher, die die Bibliothek doppelt hatte, landeten auf dem Müll. Zuvor war übrigens versucht worden, die unliebsamen Stücke zu verkaufen. Doch niemand wollte sie vor der Tonne bewahren.

1970 Reichlich Grund zum Feiern gab es im Oktober 1970 für die Marinekameradschaft Remscheid. Anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens konnte sie die Besatzung des Bundeswehr-Schnellboots Albatros samt Oberstleutnant zur See Clodius in der Stadt begrüßen. Auf dem Programm der Soldaten stand unter anderem ein Besuch im Hause des Remscheider General-Anzeigers, über den der RGA am 20. Oktober vor 50 Jahren ausführlich berichtete. „Die Blauen Jungs zeigten sich sehr beeindruckt von den modernen technischen Einrichtungen“, war zu lesen. Sie bedankten sich mit der Übergabe ihres Wappens, das „im Konferenzsaal des Verlagshauses Ausdruck der Verbundenheit zwischen der Besatzung des Schnellbootes und der Tüpitter-Lesergemeinde sein“ sollte. Ein anderer Stargast sagte seine Reise nach Remscheid hingegen ab: Bundespräsident Gustav Heinemann zog seine Zusage für die Jubiläumsfeier der Remscheider Germania zurück.

1945 Auf die Zielgerade ging im Oktober 1945 die angeordnete Kleidersammlung. „Die Bevölkerung wird noch einmal aufgefordert, ihre Pflicht zu tun und dazu beizutragen, dass die der Stadt auferlegten Artikel und Mengen in voller Zahl aufgebracht werden“, war am 24. Oktober vor 75 Jahren im Amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Remscheid zu lesen. Abgeliefert werden mussten unter anderem 9000 Decken, 1350 Herrenhemden, 4930 Mützen für den nahenden Winter sowie 240 Mäntel für Frauen. Besonders in den Fokus nahmen die Verantwortlichen der Sammelaktion ehemalige NSDAP-Mitglieder. Der Forderung wurde der nötige Nachdruck verliehen: „Sollte es wider Erwarten nicht gelingen, die Mengen auf dem Wege der freiwilligen Abgabe aufzubringen, dann sind Zwangsmaßnahmen unabwendbar.“

1920 Ein durchaus spektakuläres Verbrechen meldete der Tüpitter am 22. Oktober vor 100 Jahren. Es spielte sich jedoch nicht auf Remscheider Stadtgebiet, sondern in Burg an der Wupper ab. In das dortige Schloss waren Diebe eingestiegen und hatten reiche Beute gemacht. Sie entwendeten einen silbernen Pokal und 150 bis 200 Münzen, die auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Ob das Verbrechen aufgeklärt werden konnte, ist nicht überliefert.

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