Straßenname

Ein Wald im Westen Lenneps gab der Hofschaft seinen Namen

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Tuchfabrikant Arnold Wilhelm Arndt ließ als Ergänzung zu seinem städtischen Wohnsitz ein „Parkhaus“ errichten.

Westerholt taucht in den Lenneper Kirchenbüchern als Wohnplatz in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf, ist jedoch vermutlich nicht deckungsgleich mit dem heutigen Westerholt. „Wir sprechen hier von dem repräsentativen Forsthaus mit Nebengebäuden und einem landwirtschaftlichen Gut“, erklärt Stadtarchivarin Viola Meike. Beides gehörte Ende des 19. Jahrhunderts dem Lenneper Tuchfabrikanten Arnold Wilhelm Arndt. Er hatte dort als Ergänzung zu seinem städtischen Wohnsitz ein „Parkhaus“ in dem Wald errichten lassen, zu dem u. a. das Waldhaus von 1894 und die vorgelagerte Remise von 1896 gehörten, realisiert nach Plänen des Baumeisters Albert Schmidt.

Das Landgut (heute Westerholt 1/2) war erheblich älter. Aus dem Urriss von 1827 ergibt sich, dass an der Stelle des heutigen Hofes zwei Wohnhäuser gestanden haben, von denen eines heute nicht mehr existiert. Besitzer des Grundstücks war Peter Böddinghaus aus Ronsdorf; wer dort wohnte und das Gut bewirtschaftete, ist nicht bekannt. Konkret wird es ab 1832. Dort wohnte der in Gartrop bei Wesel geborene Ackerer Heinrich Dickmann mit seiner Frau Elisabeth Rolshäuser, die aus Schwelm stammte. Ihr Sohn Peter Albert erblickte in Westerholt das Licht der Welt und heiratete 1857 die von der Blume stammende Christiana Hackenberg. Das Paar bekam 7 Kinder, die meisten starben jung. Das Haus war von 1832 bis mindestens 1903 durchgängig im Besitz der Dickmanns. Westerholt stammt von einem alten Flurnamen, 1325 als „der Wald, genompt westerholte“, erwähnt wurde. „Holt“ ist mit „Holz“ zu interpretieren, der im Westen Lenneps lag. -AWe-

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