Ein bunter Musik-Strauß für die Opfer des Hochwassers

Benefizkonzert in der Kirche St. Josef

Von Peter Klohs

SÜD-BEZIRK Am Samstagabend spielten der Regionalkantor Dieter Leibold und die Musikerin Susanne Filler bereits ihr zweites Benefizkonzert für die Opfer der Flutkatastrophe, die Mitte Juli auch im Bergischen Land für massive Zerstörungen gesorgt hatte. Wie der Organist und die Flötistin bereits vor dem Konzert mitteilten, werden die Spenden der Besucher zu einhundert Prozent an die Fluthilfe Remscheid überwiesen. Knapp 30 Besucher durften in der Kirche St. Josef ein buntes, kurzweiliges, fast 90-minütiges Konzert genießen.

Die 15 Programmpunkte setzten sich aus neueren geistlichen Liedern sowie ausgewählten Kleinoden und Arrangements von meist klassischen Kompositionen zusammen. Sechs Stücke sangen Filler und Leibold gemeinsam zu einem angenehm warmen Orgelregister. So „Ewigkeit“ von Wolfgang Trost und Jörg Philipp sowie das hypnotische „Nada te turbe“ („Nichts beunruhige dich“), in dem hypnotisch die immer gleichen Harmonien und Worte wiederholt werden. Abwechselnd sangen die Beiden die zweite Stimme. Von Fritz Kreisler erklang der unsterbliche Walzer „Liebesleid“.

Herzstücke des Konzertes waren vier Kompositionen von Johann Sebastian Bach, davon zwei Trio-Sätze in g-moll (BWV 584) und d-moll (BWV528), arrangiert für Orgel und Altblockflöte, außerdem die beiden Choräle „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und „Allein Gott in der Höh’“, letzteres das einzige etwas lebhafte Stück innerhalb der vier Bach-Kompositionen. Zwischen den beiden Bach-Blöcken las Susanne Filler den bewegenden Text „Wir haben Angst“ des 2005 verstorbenen Kabarettisten und Christen Hanns Dieter Hüsch, der auch den 23. Psalm mit einbezieht („Der Herr ist mein Hirte“). Kurz vor dem Ende des Programms nahm das Duo noch einmal auf Hüsch Bezug („Er macht mich fröhlich).

Drei deutlich von Jazzharmonik beeinflusste Kompositionen aus Südamerika, Spanien und Kanada stellten den Klang der Flöte in den Vordergrund, unter ihnen das lebensfrohe „Joao e Maria“ des Brasilianers Chico Buarque und „Amusette“, ein Musette-Walzer des kanadischen Komponisten Guy Bergeron. Der 1964 in Quebec geborene Bergeron sorgte auch mit dem chansonähnlichen Stück „Please, stay with me“ für den Abschluss des musikalischen Abends.

Die Besucher des Benefizkonzertes bedankten sich bei Susanne Filler und Dieter Leibold mit anhaltendem Applaus.

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