Historisches Foto

Neues Rätsel: Wo befindet sich diese Einkaufsmeile?

Wo befindet sich diese Einkaufsmeile?
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Wo befindet sich diese Einkaufsmeile?

Das Rätselfoto zeigte den Blick von der katholischen zur evangelischen Kirche. Die Magie des Stadtteils entfaltet sich besonders in der Winterlandschaft.

Von Andreas Weber

Aufgenommen vom Turm der deutlich höher gelegenen, 1868 erbauten katholischen Kirche St. Bonaventura, zeigt das Bild die evangelische Kirche am Alten Markt.

Remscheid. Von Kirche zu Kirche: Das RGA-Rätselfoto von Franz Lindner wurde von der katholischen Kirche St. Bonaventura in Lennep geschossen – Blickrichtung evangelische Kirche. Helmar Kürten versetzte der Anblick in seine Kindheit zurück: „Das Haus mit dem geschwungenen Giebel in der Mitte des Fotos ist mein Elternhaus. Hier bin ich in den 50/60er-Jahren aufgewachsen. Als Kinder kannten wir jede Gasse und jeden Hinterhof in der Altstadt. Mit zunehmendem Alter wurden natürlich die Kneipen beliebte Treffpunkte. Die Jugend in der Lenneper Altstadt war aufregend und schön. Ich und alle, die dabei waren, erinnern sich gerne an diese Zeit.“

Die Aufnahme ließ auch das Herz von Justine Stang-Rabrig höher schlagen: „Mit dem Motiv verbinde ich den vor allem in der Weihnachtszeit so heimelig wirkenden Stadtkern, der unter anderem seinen Zauber durch die schön beleuchtete Stadtkirche verliehen bekommt. Die volle Wirkung entfaltet sich, wenn durch den Schnee die Kirche und Stadt bepudert sind und alles in bezaubernde Stille gehüllt ist.“

Stang-Rabrig wurde in Lennep geboren, 142,5 Jahre später als Wilhelm Conrad Röntgen, wie sie schreibt. Lennep bleibt sie verbunden. „Es erfüllt mich mit Glück, durch die alten Gassen zu schlendern. Die historischen Gebäude laden zum Träumen ein und lassen einen sich bildhaft vorstellen, wie es einst in Lennep war.“

Nach dem Stadtbrand von 1746 wurde 1750 der Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Feierlich eingeweiht wurde sie am 6. Oktober 1756.

Auch Birgit Völpel geht sonntags gerne „einfach so“ durch die Altstadt. Umso mehr, wenn im Advent der Kirchturm der evangelischen Kirche beleuchtet wird. Für Anke Rösner hat die evangelische Stadtkirche eine besondere Bedeutung: „Hier habe ich meine Konfirmation gehabt und geheiratet.“ Ebenso wie Janina Madel, die dort 2008 den Bund der Ehe einging. Britta Richter wurde in der evangelischen Stadtkirche am 4. Mai 1984 von Pastor Potthoff getauft und zwei Wochen später konfirmiert. „Als Konfirmandin hatte ich die Gelegenheit, den Turm zu besteigen. Das war ein tolles Erlebnis“, berichtet Richter dem RGA.

Als Detektive betätigten sich Bei-Ming Gao und Michael Motte, die nach dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche am 31. Oktober eine Runde drehten, um sich die Umgebung anzuschauen, und sich in ihrer Lösung für das Foto bestätigten. „Seit wir 2013 nach Lennep umgezogen sind, gehen wir regelmäßig dort zum Gottesdienst. Der Innenraum der Kirche gefällt uns sehr, die Holzschnitzereien sind besonders hübsch.“

Dieter Prill denkt an wunderschöne Konzerte in der Stadtkirche: „In der Vorweihnachtszeit haben wir mehrmals Peter Orloff mit den Schwarzmeer-Kosaken besucht.“ Mit der Geschichte der Stadtkirche beschäftigt sich Roland Benscheid: „Nach dem vierten Lenneper Stadtbrand 1746 wurde der Neubau der Stadtkirche notwendig. Diese wurde 1756 eingeweiht. Das Gotteshaus wurde als barocke, evangelische Predigtkirche im ‘bergischen Stil’ errichtet. Mit einer Grundfläche von 27 x 18 Meter gehört sie zu den großen bergischen Kirchen. Der Turm hat eine Höhe von 51 Meter. Er besteht aus Bruchsteinen, prägt mit seiner verschieferten, achteckigen Zwiebelhaube Lennep.“

Auf das Prunkstück der Kirche geht Heinz-Jürgen Schmitz ein: „Es ist die Sauer-Orgel, die am 21. Dezember 1890 eingeweiht wurde. Seit 1968 steht über den dem Altar die kleine Orgel von 1779. Diese wurde 1968 restauriert und wieder in Dienst gestellt.“

Schmitz berücksichtigt auch die Umgebung: „Gut zu erkennen vor der Stadtkirche das dritte Lenneper Rathaus aus den 60er-Jahren des 18. Jahrhunderts. Die Giebelform wurde 1986 durch den ursprünglich barocken Zwerggiebel ersetzt. Ebenfalls zu erkennen ist das Haus an der Gabelung Wetterauer zur Kölner Straße. Zeitweise war dort der Kinderschutzbund untergebracht. Heute findet man hinter dem Gebäude die Filiale der Stadtbücherei. Daneben befand sich das Schuhhaus Wehner.“

Weitere richtige Zuschriften schickten Martin Flüß, Wolfgang Kunze, Holger Titz, Jörg Wagner, Helmut Schucht.

Das neue Rätselfoto

Das neue Rätselfoto führt zurück ins Jahr 1974. Wo befindet sich diese kleine Einkaufs- und Dienstleistungsmeile? Schicken Sie Ihre Lösung bitte bis Donnerstag, 11. November, gerne verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; oder per E-Mail an: redaktion@rga.de

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