Mein Leben als Papa

Ein Blick auf das Jahr 2022: „Zeiten ändern sich eben, Papa!“

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Hannes ist schon für die Schule ausgerüstet.
  • Gunnar Freudenberg
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RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Leben mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (3).

In welchem Zusammenhang dieser Satz fiel, weiß ich gar nicht mehr. Es war beim Essen, als ich mal wieder über irgendetwas staunte, was Hannes und Michel geschafft hatten, und Hannes sagte: „Tja, Papa. Zeiten ändern sich eben!“ Womit er zweifelsohne recht hat. Wie schnell die Zeit mit zwei Kindern vergeht, wie schnell aus ihnen richtige Persönlichkeiten geworden sind, wird mir beim Durchforsten der insgesamt 52 in diesem Jahr erschienenen Papa-Kolumnen mal wieder klar. Umso mehr lohnt sich der Blick nach vorn – auf das, was uns im neuen Jahr erwartet.

Für Michel geht es 2022 im Kindergarten erst so richtig los.

Corona: Wie normal diese Pandemie für die Jungs schon geworden ist, konnte ich neulich beim Basteln beobachten. „Fertig“, sagte die Tante und zeigte Hannes ihre Figur aus Pappe. „Nö“, antwortete Hannes, und klebte der Figur noch eine Maske vors Gesicht. Michel kennt ein Leben ohne Corona-Regeln bewusst noch gar nicht. Das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern. Schön wäre es trotzdem, wenn er 2022 auch mal richtige Familientreffen, Ausflüge und Turnstunden ohne Desinfektionsspray und Tests oder große Feiern im Kindergarten erleben könnte.

Kindergarten: Für Hannes brechen die letzten sieben Monate als Kindergartenkind an. Als Stammesältester wird er sie genießen. Der Abschied wird ihm schwerfallen – da bin ich mir ziemlich sicher. Sein bester Freund Julian geht leider auf eine andere Schule. Michel, der die ersten Wochen im Kindergarten still und beobachtend verbracht hat, wird sich noch mehr einbringen. „Er ist hier jetzt richtig angekommen“, sagte uns seine Gruppenleiterin vor den Weihnachtsferien. Die anderen Kinder seien zuletzt überrascht gewesen, wie viel Michel quatschen könne.

Schule: Der Tornister ist schon gekauft. „So musste ich den Gurt bei einem Sechsjährigen auch noch nie einstellen“, staunte die Verkäuferin ob Hannes’ großer Erscheinung. Immer mehr interessiert sich Hannes inzwischen auch für das, was ihn in der Schule erwartet: Er rechnet, schreibt Buchstaben, mal, bastelt und lernt fleißig Englisch. Und wenn ich ihm mal bei etwas helfe, lobt er mich: „Very good, dad!“

Sport: Michel möchte im Frühjahr in der Fußballschule mitmachen, in der auch Hannes schon Erfolge gefeiert hat. Hannes findet hoffentlich einen Platz in einem Schwimmkurs. Denn wer wie er später einmal „SEK-Taucher“ werden möchte, sollte zumindest das Seepferdchen gemacht haben.

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Urlaub: „Wohin fahren wir denn nächstes Jahr in den Urlaub?“, frage ich die beiden Jungs immer wieder – ohne dass man das im Moment schon richtig planen könnte. Für Michel ist der Fall klar: „Wieder in die Lüneburger Heide auf den Bauernhof“, wünscht er sich mit strahlenden Augen. Hannes hätte da auch nichts gegen, möchte aber auch mal in die Berge. „Oder nach Australien. Oder zum Südpol.“

Zukunftsmusik. Heute feiern wird erst mal gemütlich Silvester. Mit Knallerbsen, Wunderkerzen, wilden Bienen und Kindern, die hoffentlich nicht allzu spät ins Bett gehen. Dann bleibt für meine Frau und mich vielleicht sogar mal Zeit für uns, um innezuhalten. Oder wenigstens: bis Mitternacht durchzuhalten. Guten Rutsch!

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