Ein Berghang, auf dem sich Hasen wohlfühlten

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Bebauung in Lennep wurde 1910 erlaubt

Lennep -AWe- Am 7. Juli 1910 erließ der Lenneper Bürgermeister Rudolf Stosberg eine „Polizeiverordnung betr. die Bebauung des Hasenbergerweges zu Lennep“. Darin wurde festgelegt, dass „eine offene Bebauung mit Zwischenräumen stattfinden“ müsse (§ 1), „die Gebäudehöhe nicht über anderthalb Geschosse hinausgehen“ (§ 2), eine ausnahmsweise zu gestattende Häusergruppe „höchstens eine Frontlänge von 45 Metern haben“ dürfe (§ 3) und „Übertretungen dieser Vorschrift mit Geldstrafen von 3 bis 30 Mark bestraft“ würden (§ 5).

Gewiss im Rahmen dieser Vorschriften wurden bis 1911 mehrere Häuser durch den Gemeinnützigen Lenneper Bauverein am Hasenberger Weg errichtet, stellte Viola Meike im Stadtarchiv fest. Der Bauverein hatte die erforderlichen Grundstücke mit der Stadtgemeinde Lennep vom Landwirt Peter Lüdorf angekauft. Bis 1925 stieg die Zahl der Wohnhäuser am Hasenberger Weg auf 48, die Siedlungshäuser wurden überwiegend an kinderreiche Familien vergeben.

Hasenberg ist ein alter Siedlungsname, der laut Erwin Stursberg 1492 als „Hasenbergh“ , 1567 als „Hasenberg“ , 1577 als „Haßenberg“ und 1582 als „Hasenbergh“ erwähnt wurde. Eine frühere Nennung soll 1487 als „Zom Hasenberghe“ erfolgt sein. Es handelt sich um eine Hofsiedlung in der Hasenberger Gemarke südöstlich von Lennep, die zur Lenneper Grasbürgerschaft gehörte.

Die Deutung scheint einfach: Es wird sich um einen Berghang gehandelt haben, auf dem viele Hasen anzutreffen waren, meint Viola Meike. Im Remscheider Gebiet gab es Vergleichbares: Heimatforscher Wilhelm Engels erwähnt einen „Busch im Hasenberg“ bei Stachelhausen sowie einen „Haasenberg“ nördlich von Kremenholl. Foto: Michael Schütz

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