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Ehringhauser Turnverein stellt sich neu auf

Ulrike Schatton ist die alte und neue Vorsitzende des Ehringhauser Turnvereins. Das entschieden die Mitglieder am Mittwoch. Foto: Roland Keusch
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Ulrike Schatton ist die alte und neue Vorsitzende des Ehringhauser Turnvereins. Das entschieden die Mitglieder am Mittwoch.

Mitglieder beschließen neue Satzung – Hallen-Sanierung abgeschlossen.

Von Manuel Böhnke

Ehringhausen Alle Posten im Vorstand zu besetzen, stellt viele Vereine vor Herausforderungen. Der Ehringhauser Turnverein (ETV) hat darauf mit einer neuen Satzung reagiert. Die wurde bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch angenommen. Damit gehören dem Gremium fortan nur noch drei statt wie bisher sechs Mitglieder an. Gleich bleibt hingegen die Vorsitzende: Ulrike Schatton wurde in ihrem Amt bestätigt. Rainer Bannert und Axel Strassmann komplettieren den geschäftsführenden Vorstand.

Eigentlich hatte der ETV aber aus einem anderen Grund eine neue Satzung angestrebt. „In unserer bisherigen spielte der Datenschutz keine Rolle“, berichtet Schatton. Statt nur einen Abschnitt hinzuzufügen, entschieden die Verantwortlichen, das Dokument komplett zu überarbeiten. Unterstützung erhielten sie dabei vom Landessportbund.

Die Hauptversammlung in dieser Woche hat der ETV fast ein halbes Jahr vor sich hergeschoben. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte sie nicht im Frühjahr stattfinden können. Auch am Mittwoch stand die Veranstaltung noch unter dem Eindruck des Virus: Lediglich rund 30 Mitglieder fanden sich in der vereinseigenen Sporthalle ein. Normalerweise liegt die Teilnehmerzahl doppelt so hoch.

Auch auf den Sport hat die Krise erheblichen Einfluss. Lange fand kein Kinderturnen statt, zwischenzeitlich wurde der Betrieb wieder aufgenommen, nun ruht er erneut. Es fehlen die Teilnehmer. Viele Eltern seien verunsichert, möchten die Kontakte ihrer Kinder reduzieren, berichtet Schatton. Das schlägt sich in der Mitgliederzahl des ETV nieder. Sie liegt mit rund 310 knapp 50 unter dem normalen Wert. „Einige Eltern haben ihre Kinder abgemeldet, auf der anderen Seite fehlen Eintritte.“ Das wirke sich auch auf die finanzielle Situation des Vereins aus. Man habe in den vergangenen Jahren Rücklagen bilden könne, sei deshalb noch gut aufgestellt. Anders sei das beim Thema Übungsleiter. „In diesem Bereich suchen wir händeringend nach Unterstützung“, betont Schatton.

Trotz aller Schwierigkeiten kann die Vorsitzende auch Positives berichten. Denn die Sanierung der ETV-Sporthalle ist abgeschlossen. Sie hat unter anderem ein neues Dach und eine neue Heizungsanlage erhalten. Möglich gemacht haben das Mittel aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“. „Nun würden wir es natürlich begrüßen, wenn alle dort unbeschwert darin turnen könnten.“

Seit 1880 gibt es den ETV. Dieses Jahr hätte er eigentlich sein 140-jähriges Bestehen gefeiert. „Das holen wir nach, wenn es die Lage zulässt“, verspricht Schatton.

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